Zu viele Verteidiger bei Chelsea: Alonso beginnt den großen Umbruch

Chelseas 52-Millionen-Pfund-Verpflichtung von Maxence Lacroix hat die Defensive des Teams gestärkt, aber auch ein neues Problem geschaffen. Nach der Ankunft des französischen Spielers ist die Zahl der Innenverteidiger im Profikader des Londoner Klubs auf zehn gestiegen.
Xabi Alonso hat offen erklärt, dass für die neue Saison nur vier oder fünf Innenverteidiger ausreichen. Einfache Mathematik besagt, dass bis zum Schließen des Transferfensters mindestens fünf, möglicherweise sogar sechs Spieler auf dieser Position den Verein verlassen müssen.
Lacroix kommt — die Konkurrenz verschärft sich weiter
Chelsea hat Maxence Lacroix für rund 52 Millionen Pfund von Crystal Palace verpflichtet. Der 26-jährige französische Nationalverteidiger unterschrieb einen Vertrag bis 2032. Er zeichnet sich durch seine Schnelligkeit, Kopfballstärke und die Fähigkeit aus, große Räume zu verteidigen.
Mit der Ankunft von Lacroix sieht die Liste der Spieler, die in der Innenverteidigung spielen können, wie folgt aus:
Spieler | Status |
|---|---|
Maxence Lacroix | Neuzugang |
Levi Colwill | Anwärter auf die Startelf |
Trevoh Chalobah | Innenverteidiger |
Aaron Anselmino | Junges Talent |
Axel Disasi | Innenverteidiger |
Benoît Badiashile | Innenverteidiger |
Wesley Fofana | Innenverteidiger |
Tosin Adarabioyo | Innenverteidiger |
Josh Acheampong | Junger Spieler |
Mamadou Sarr | Innenverteidiger |
Alonsos Antwort war kurz und sehr präzise:
„Wie viele Innenverteidiger brauchen wir? Vier oder fünf.“
Das bedeutet, dass der Trainer plant, die aktuelle Zehnergruppe fast zu halbieren.
Warum braucht Chelsea keine zehn Verteidiger?
Die Londoner belegten in der vergangenen Premier-League-Saison den 10. Platz und verpassten das europäische Geschäft für die Spielzeit 2026/27. Daher wird der Terminkalender des Teams im Vergleich zu Klubs, die in der Champions League, Europa League oder Conference League spielen, entspannter sein.
Chelsea nimmt hauptsächlich an drei nationalen Wettbewerben teil:
Englische Premier League;
FA Cup;
League Cup.
In einem solchen Terminkalender ist es praktisch unmöglich, allen zehn Innenverteidigungslospielern regelmäßig Einsatzzeiten zu geben. Vor allem, wenn ein Großteil der Spieler sich für die Startelf berechtigt hält, kann dies zu Unzufriedenheit in der Kabine führen.
Drei oder vier Verteidiger in Alonsos Taktik?
Xabi Alonso nutzte bei Bayer Leverkusen oft ein System mit drei Innenverteidigern. Wenn sein Team den Ball hatte, organisierte es Angriffe über ein defensives Trio, Schienenspieler und eine kompakte Struktur im Zentrum.
Allerdings setzte der spanische Fachmann bei Real Madrid auch auf eine Viererkette. Analysen zur Premier League zeigen, dass Alonso bei Chelsea je nach Situation zwischen den Formationen 3-4-3 und 4-2-3-1 wechseln könnte.
Selbst bei einem dauerhaften Spiel mit drei Innenverteidigern gelten fünf Spieler als ausreichend Tiefe, um:
das Stammtrio zu bilden;
Verletzungen oder Sperren zu kompensieren;
in Pokalspielen zu rotieren.
Wer könnte das Team verlassen?
Alonso hat bisher keine offizielle Liste der zum Verkauf stehenden Spieler veröffentlicht. Daher ist es zu früh, den Abgang eines bestimmten Verteidigers als sichere Tatsache darzustellen.
Dennoch kursieren Berichte, dass nach dem Lacroix-Transfer Angebote für mehrere Innenverteidiger geprüft und einige junge Spieler verliehen werden könnten. Es heißt, Badiashile und Disasi könnten auf die Transferliste gesetzt werden, es gebe Interesse an Chalobah aus Italien, und für Mamadou Sarr werde eine Leihe geprüft. Offiziell bestätigt sind diese Informationen vom Klub noch nicht.
Dem Verein stehen drei Hauptoptionen zur Verfügung:
Einen Spieler bei einem konkreten Angebot komplett zu verkaufen.
Einen jungen Verteidiger zu verleihen, damit er regelmäßig Spielpraxis erhält.
Sich von Spielern zu trennen, die anfällig für Verletzungen sind oder ein hohes Gehalt beziehen.
Wurde Lacroix für die Startelf geholt?
Die Ablöse von 52 Millionen Pfund zeigt, dass Lacroix nicht als bloßer Kaderspieler geholt wurde. Seine Schnelligkeit könnte es Alonso ermöglichen, die Abwehrkette weiter nach vorne zu schieben und bei gegnerischen Kontern den Raum im Rücken zu kontrollieren.
Der französische Spieler kann in einer Dreierkette im Zentrum oder auf der rechten Seite agieren. Auch seine Partnerschaft mit Levi Colwill könnte eine der Hauptoptionen für Alonso werden. Die endgültige Hierarchie wird jedoch erst nach den Testspielen und Trainingseinheiten in der Vorbereitung geklärt.
Der große Kader ist nun zu Alonsos Problem geworden
Chelsea hat in den letzten Jahren zahlreiche junge Spieler mit langfristigen Verträgen verpflichtet. Infolgedessen hat sich auf bestimmten Positionen kein gesunder Konkurrenzkampf, sondern ein Überangebot an Spielern angesammelt.
Alonso betont jedoch von seinen ersten Tagen an die Notwendigkeit eines ausgewogenen Kaders, einer Mischung verschiedener Altersgruppen und eines gesunden Konkurrenzkampfs. Der spanische Trainer hat erklärt, dass er die Mannschaft nicht komplett umkrempeln, sondern durch richtige Entscheidungen auf bestimmten Positionen verbessern möchte.
Die Situation in der Innenverteidigung ist zu seiner ersten großen Bewährungsprobe geworden: Chelsea muss fünf oder sechs Spieler erfolgreich einbinden und gleichzeitig eine starke und stabile Abwehrkette formieren.
Die Ankunft von Lacroix hat eine weit größere Veränderung eingeleitet als nur einen neuen Einkauf. Die Hauptintriga besteht nun darin, wer zu den vier oder fünf Verteidigern gehören wird, die Alonso behält.
Welche Innenverteidiger sollte Chelsea Ihrer Meinung nach im Team behalten?
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