date

Strenge Maßnahmen gegen Inflation: Preiskontrolle wird verstärkt

Strenge Maßnahmen gegen Inflation: Preiskontrolle wird verstärkt

Am 24. April wurden bei einer Videokonferenz unter dem Vorsitz von Präsident Shavkat Mirsijojew dringende Fragen, die die Wirtschaft des Landes betreffen, eingehend erörtert. Bei dem Treffen wurde hervorgehoben, dass der Ölpreis weltweit seit Beginn dieses Jahres um fast 40 Prozent gestiegen ist, sich die Lieferketten aufgrund globaler Konflikte geändert haben und die Transportkosten erheblich gestiegen sind. Diese Situation wirkt sich auch auf Export- und Importgeschäfte aus und erhöht die Gesamtkosten um 25–30 Prozent.

Der Staatschef betonte die Inflationsproblematik und stellte fest, dass ohne Preisstabilität neben dem Wirtschaftswachstum keine positiven Ergebnisse für die Bevölkerung und die Unternehmer spürbar sein werden.

„Egal wie sehr wir uns bemühen, die Wirtschaft zu entwickeln, wenn die Inflation steigt, führt dies zu einer Entwertung der Einkommen der Bevölkerung“, sagte der Präsident.

Es wurde festgestellt, dass die Importinflation zusätzlichen Druck auf die Inlandspreise ausübt. Es wurde jedoch strikt betont, dass diese Situation nicht als Ausrede genutzt werden darf, um die Maßnahmen gegen die Inflation zu verlangsamen. Der Staatschef hob hervor, dass 70 Prozent der Produkte und Dienstleistungen im Warenkorb von der lokalen Produktion stammen, und betonte die Notwendigkeit, die lokalen Kapazitäten effektiv zu nutzen.

Den Regierungsmitgliedern und regionalen Führungskräften wurden konkrete Aufgaben zur Steigerung des Angebots an lokalen Produkten und zur Stabilisierung der Preise übertragen, um die Inflation in diesem Jahr bei etwa 6,5 Prozent zu halten.

Aufgrund von Unterbrechungen in der Logistik sei der Import von Rindern im ersten Quartal um die Hälfte zurückgegangen. Um dieses Problem zu lösen, wurden Maßnahmen ergriffen, wie die Gewährung von bis zu 4 Millionen Sum pro Zuchttier, das per Luftfracht importiert wird, und die Deckung der Hälfte der Transportkosten für den Rindfleischimport.

Gleichzeitig wurde die Aufgabe gestellt, die Anzahl neuer und alternativer Transportrouten für Unternehmer zu erhöhen. Dadurch sollen im zweiten Quartal 45.000 Tonnen und bis zum Jahresende 130.000 Tonnen Rindfleisch importiert werden.

Bei dem Treffen wurden auch Mängel im Agrarsektor kritisiert. In einigen Regionen verliefen die Aussaat von Futterpflanzen schleppend, insbesondere in Namangan wurde ein großer Teil der geplanten Flächen noch nicht bestellt. Auch die Aussaat von Silage in mehreren Bezirken wurde kritisiert.

Der Kartoffelanbau wurde ebenfalls besonders hervorgehoben. Es wurde festgestellt, dass die Preise aufgrund der Verzögerung bei der Aussaat in einigen Provinzen gestiegen sind. So stiegen die Kartoffelpreise im März in Surxondaryo um 12,4 Prozent und in Qashqadaryo um 9 Prozent.

Der Präsident gab den regionalen Führungskräften klare Anweisungen, die vorhandenen Möglichkeiten voll auszuschöpfen, die Verantwortung zu erhöhen und Nachlässigkeit zu vermeiden.

„Ich betone noch einmal: Es gibt sowohl Geld als auch genügend Ressourcen. Es darf keinerlei Probleme mit Rindfleisch und Kartoffeln geben“, sagte der Staatschef.

Zusammenfassend wurden bei dem Treffen konkrete Maßnahmen zur Eindämmung der Inflation, zur Gewährleistung der Ernährungssicherheit und zur Stärkung der wirtschaftlichen Stabilität festgelegt.

Ctrl
Enter
Fehler gefunden?
Markieren Sie den Text und drücken Sie Strg+Enter
Information
Benutzer der Gruppe Gast dürfen diese Veröffentlichung nicht kommentieren.
Nachrichten » Usbekistan » Strenge Maßnahmen gegen Inflation: Preiskontrolle wird verstärkt