Selenskyj: Russland erwartet weitere 30.000 Soldaten aus Nordkorea

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte, dass sich Russland darauf vorbereitet, Zehntausende weitere Militärangehörige aus Nordkorea aufzunehmen. Seinen Angaben zufolge geht es dabei nicht nur um neue Soldaten, sondern auch um zusätzliche Abschußvorrichtungen für ballistische Raketen.
Die Informationen über die Entsendung von 30.000 Soldaten sind jedoch derzeit eine Geheimdiensteinschätzung der ukrainischen Seite und wurden weder von Russland noch von Nordkorea offiziell bestätigt.
Es wird berichtet, dass die Vorbereitungen in der Oblast Woronesch getroffen werden.
In seiner abendlichen Videoansprache am 25. Juli erklärte Selenskyj, Moskau plane die Aufnahme von weiteren 30.000 Militärangehörigen aus Nordkorea.
Dem ukrainischen Präsidenten zufolge finden seit Juni in der russischen Oblast Woronesch die notwendigen Vorbereitungen für deren Unterbringung statt. Es wurden jedoch keine genauen Angaben darüber gemacht, wann die Soldaten eintreffen oder wo sie eingesetzt werden sollen.
„Russland will weitere 30.000 nordkoreanische Soldaten aufnehmen. Um sie zu empfangen, laufen in der Oblast Woronesch seit Juni Vorbereitungen“, sagte Selenskyj.
Vertreter Russlands und Nordkoreas haben nicht sofort auf die neue Behauptung des ukrainischen Präsidenten reagiert. Daher sollte die genannte Zahl derzeit als Geheimdienstinformation Kiews und nicht als unabhängig bestätigter Fakt betrachtet werden.
Pjöngjang könnte neue Raketenanlagen liefern
Selenskyj erklärte, dass sich Nordkorea zudem darauf vorbereitet, Russland zusätzliche Abschußvorrichtungen für ballistische Raketen zu übergeben.
Seiner Ansicht nach ermöglicht die militärische Zusammenarbeit mit Moskau Pjöngjang Folgendes:
Erfahrungen aus modernen Kriegen zu sammeln;
seine Waffen zu verbessern;
Raketen unter realen Gefechtsbedingungen zu testen;
die praktischen Fähigkeiten der Truppen zu steigern.
Der ukrainische Präsident bezeichnete diesen Prozess nicht nur als Bedrohung für sein eigenes Land, sondern auch für asiatische Staaten, die von nordkoreanischen Raketen erreicht werden könnten.
Nordkoreanische Militärs sind bereits zuvor nach Russland gekommen
Dies ist nicht die erste potenzielle Entsendung von Militärs aus Pjöngjang nach Russland. Schätzungen aus Open-Source-Quellen zufolge hatten zuvor schätzungsweise 14.000 bis 15.000 nordkoreanische Soldaten an Operationen in der russischen Oblast Kursk teilgenommen oder Rückwärtige-Dienste versehen.
Analysten glauben, dass die neuen Truppen, selbst wenn sie nicht direkt auf ukrainischem Territorium eingesetzt werden, Hilfsaufgaben in Russland übernehmen könnten. Dies würde es ermöglichen, russische Soldaten für Offensiven an der Front abzuziehen. Ihre genaue Aufgabe ist derzeit unbekannt.
Droht ein neuer schwerer Angriff auf Kiew?
Der im Text erwähnte Bericht, wonach Russland sich auf einen heftigen Schlag gegen Kiew mit nordkoreanischen Raketen vorbereitet, stützt sich auf Telegram-Kanäle und einige Monitoring-Ressourcen. Diese Behauptung wurde von offiziellen oder unabhängigen Stellen bisher nicht bestätigt.
Gleichzeitig erklärte Selenskyj am 24. Juli, der ukrainische Geheimdienst habe Informationen erhalten, dass Russland innerhalb der nächsten 48 Stunden einen neuen großflächigen Raketenangriff durchführen könnte. Er bestätigte jedoch nicht, dass bei dem Angriff gezielt nordkoreanische Raketen eingesetzt werden.
Daher ist es wichtig, die beiden Informationen nicht zu vermischen:
Dass sich Russland auf einen neuen Großangriff vorbereitet, ist eine Warnung der ukrainischen Seite. Dass der Angriff genau mit Raketen der DVRK durchgeführt wird, ist eine bislang unbestätigte Vermutung.
Zusammenarbeit könnte den Kriegsumfang weiter ausdehnen
Die Vertiefung der militärischen Beziehungen zwischen Russland und Nordkorea zeigt, dass sich der Krieg in der Ukraine zunehmend internationalisiert. Moskau könnte zusätzliche menschliche Ressourcen und Waffen erhalten, während Pjöngjang im Gegenzug wahrscheinlich Erfahrung, Wirtschaftshilfe oder Militärtechnologie erlangt.
Sollten sich die Informationen über 30.000 Soldaten bestätigen, bedeutet dies eine weitaus größere Beteiligung Nordkoreas am Konflikt als zuvor. Einstweilen bleibt die Hauptfrage offen: Werden diese Truppen tatsächlich an die Front geschickt oder übernehmen sie Hilfsaufgaben auf russischem Gebiet?


















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