Nach 19 Jahren: Rätselhafte Diagnose für Tumor, der für einen Pickel gehalten wurde

Die 32-jährige Hope Schifer aus den USA hielt eine Schwellung, die im Alter von 13 Jahren in ihrem Gesicht auftrat, für einen gewöhnlichen Pickel. Später wurde jedoch ein Hämangiom diagnostiziert – ein seltener Tumor, der mit den Blutgefäßen im Gesicht zusammenhängt. Dies berichtete Need To Know.
Hope nennt den Tumor „Betty“. Sie sagt, dass sie den Blutfluss und den Puls durch den Tumor spüren kann; manchmal ist das Pulsieren sogar von außen sichtbar. Im Laufe der Jahre ist „Betty“ von ihrem Gesicht in Richtung Hals und unter das Kinn gewandert.
Da der Tumor an einem wichtigen Blutgefäß liegt, wäre eine Operation mit erheblichen Risiken verbunden. Deshalb hat Hope, die Mutter eines Kindes ist, vorerst auf einen chirurgischen Eingriff verzichtet.
„Viele Jahre lang habe ich den Tumor als meinen Makel akzeptiert. Dann beschloss ich, ihm einen Namen zu geben, der Stärke symbolisiert, und nannte ihn 'Betty'“, sagte sie.
Ihrer Aussage nach steht dieser Name für die schwierigen Zeiten, die mit medizinischen Behandlungen, körperlichem Unbehagen, Mobbing und der Selbstfindung verbunden waren. Hope akzeptiert „Betty“ nun als Zeichen dafür, dass sie trotz aller durchlebten Herausforderungen noch am Leben ist.
Der Tumor trat auf, als Hope 13 Jahre alt war, während der Pubertät. Zuerst hielt sie ihn für eine Zyste oder einen großen Pickel und versuchte, ihn auszudrücken. Als sich jedoch nichts änderte, suchte sie einen Arzt auf.
Sie wurde an einen Gefäßchirurgen überwiesen, und nach Untersuchungen wurde die Diagnose Hämangiom gestellt. Hope sagte, sie habe damals nicht vollständig verstanden, wie sich dieser Zustand auf ihre Zukunft auswirken würde.
Im Laufe der Jahre unterzog sie sich MRT-, CT- und speziellen Ultraschalluntersuchungen. Zudem wurden Behandlungen durchgeführt, bei denen Medikamente direkt in die Blutgefäße geleitet wurden, um die Durchblutung des Tumors zu verringern.
Doch „Betty“ wuchs und schwoll weiter an. Später erklärten die Ärzte, dass eine Operation aufgrund der Nähe zu einem wichtigen Blutgefäß ein ernstes Risiko darstelle.
„Ich habe Schwierigkeiten mit meinem äußeren Erscheinungsbild. Aber ich bin Mutter, und dass ich gesund für meinen Sohn da bin, ist wichtiger, als dass mein Aussehen ideal ist“, sagte Hope.
Sie erzählt, dass sich der Zustand von „Betty“ von Tag zu Tag ändert. An manchen Tagen spürt sie ein ständiges Pulsieren, und der Bereich im Gesicht fühlt sich schwer und empfindlich an. Der Blutfluss ist manchmal sogar sichtbar.
Nach der Geburt ihres Kindes wanderte „Betty“ noch weiter in Richtung Hals und wurde deutlicher sichtbar.
Seit ihrer Jugend war Hope aufgrund ihres Aussehens Diskriminierung und Beleidigungen ausgesetzt. Menschen starrten sie an, flüsterten und gaben verschiedene Kommentare ab. Dies führte sogar dazu, dass sie den Schulbesuch mied.
Auch im Erwachsenenalter hörten die Beleidigungen nicht auf. In sozialen Netzwerken hinterließen Fremde böse Kommentare über ihr Aussehen, verbreiteten beleidigende Memes und äußerten sogar schwere Drohungen gegen sie.
„Ich habe mich von einem fröhlichen und freien Mädchen zu einer Person entwickelt, die sich verstecken wollte. Aber heute bin ich immer noch hier, erzähle meine Geschichte und ziehe meinen Sohn groß. Das bedeutet, dass die Menschen, die mich gemobbt haben, ihr Ziel nicht erreicht haben“, sagte sie.
Hope ist besorgt, dass sich ihr Aussehen in Zukunft weiter verändern könnte. Doch sie möchte nicht, dass diese Angst sie davon abhält, ein erfülltes Leben zu führen.
„Ich möchte für meinen Sohn da sein und mit ihm ein vollwertiges Leben führen. Es hat viele Jahre gedauert, sich mit 'Betty' zu versöhnen, und dieser Prozess dauert noch an“, sagte sie.
Hope betont, dass Selbstakzeptanz nicht bedeutet, jeden Aspekt seines Aussehens zu lieben oder von bösen Worten völlig unberührt zu bleiben. Es bedeutet zu erkennen, dass das Äußere eines Menschen nicht sein Recht auf Liebe, Respekt, Glück und ein erfülltes Leben bestimmt.
Durch ihre Erfahrung möchte sie ihrem Sohn und anderen eine Botschaft vermitteln: Anders auszusehen oder das Leben anders zu führen, mindert nicht den Wert eines Menschen.

















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