Gibt es den Weltuntergangsfisch wirklich? Wissenschaftler antworten

Gibt es den Weltuntergangsfisch wirklich? Wissenschaftler antworten

Im Meer gibt es ein ungewöhnliches Lebewesen, das man beim Anblick für eine Schlange oder ein Fabelwesen halten könnte. Dieser Fisch zeichnet sich durch seinen langen, bandförmigen Körper und rote Flossen aus und ist unter dem beliebten Spitznamen „Weltuntergangsfisch“ bekannt.

Sein wissenschaftlicher Name lautet eigentlich Riemenfisch und er lebt hauptsächlich in den tiefen Bereichen der Ozeane. Sein Aussehen ist äußerst ungewöhnlich: Der Körper ist lang und glänzend, am Kopf befinden sich rötliche Flossen. Einige größere Exemplare können mehrere Meter lang werden.

Warum wird er „Weltuntergangsfisch“ genannt?

Der Name hängt nicht mit dem Aussehen des Fisches zusammen, sondern mit alten Vorstellungen über ihn.

In der japanischen Folklore galt der Riemenfisch als Bote aus dem Palast des Meeresgottes. Sein Auftauchen in der Nähe der Meeresoberfläche wurde als Zeichen für große Katastrophen wie Erdbeben oder Tsunamis gedeutet.

Deshalb erhielt er später im Englischen den Spitznamen „Doomsday Fish“ – „Weltuntergangsfisch“ .

Ein silberfarbener Riemenfisch liegt am Ufer auf dem Sand.

Deutet er aber tatsächlich auf eine bevorstehende Katastrophe hin?

Nein. Auch wenn es sich um eine faszinierende Legende handelt, gibt es bislang keine wissenschaftlichen Belege dafür.

Fachleute betonen, dass kein verlässlicher kausaler Zusammenhang zwischen dem Auftauchen von Riemenfischen und Erdbeben oder Tsunamis festgestellt wurde. Eine Studie aus dem Jahr 2019 bewertete einen solchen Zusammenhang ebenfalls als Scheinkorrelation.

Das bedeutet: Die Vorstellung, dass „beim Auftauchen des Weltuntergangsfisches zwangsläufig eine Katastrophe folgt“, ist kein wissenschaftlicher Fakt, sondern ein alter Glaube.

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