NASA testete eine Schwarm autonomer Roboter mit KI

NASA testete eine Schwarm autonomer Roboter mit KI

Die NASA hat eine neue Technologie getestet, die die Weltraumforschung grundlegend verändern könnte. Das ASTRA-Team (Adaptive Sensing Technology for Responsive Autonomy) der NASA hat im Juli erfolgreich Feldtests einer speziellen Gruppe von drei Robotern abgeschlossen, die ohne direkte Befehle von der Erde wissenschaftliche Aufgaben eigenständig definieren und koordinieren. Dieser Ansatz wird die Erforschung ferner Planeten in Zukunft erheblich beschleunigen und effizienter machen. Dies berichtet Ixbt.com berichtet .

Intelligentes System zur unabhängigen Entscheidungsfindung

Laut ixbt.com erhielt die Drohne während des Tests nur die anfänglichen wissenschaftlichen Ziele von Menschen. Danach wählte sie das Gebiet aus und entschied selbstständig, welches Gerät für die Aufgabe geeignet war, indem sie Risiken und erwartete wissenschaftliche Ergebnisse abwog. Während des gesamten Zyklus prüfte das System kontinuierlich die Umgebungsgefahren, bewertete die Strategie auf Basis neuer Daten neu und erstattete den Bedienern Bericht.

Die auf dem Testgelände agierende Robotergruppe bestand aus einer Drohne und zwei Rovern mit unterschiedlicher Ausrüstung. Die Drohne führte Such- und Aufklärungsarbeiten durch, der erste Rover unterstützte bei der Lidar-Kartierung und Navigation, während der zweite Rover Proben mit einem Roboterarm sammelte.

Fähigkeit zur dynamischen Aufgabenänderung

Die zentrale Frage des Feldtests war die Fähigkeit des Roboterschwarms, während einer laufenden Aufgabe autonom zu einem neuen Ziel zu wechseln. Das System zeigte in beiden Fällen hervorragende Ergebnisse: Als die führende Drohne ein zusätzliches interessantes Objekt identifizierte, rief sie ein anderes Gerät zur Untersuchung des Fundes herbei, ohne die aktuelle Mission zu unterbrechen.

Die Entscheidungsalgorithmen basierten gleichzeitig auf objektiven und subjektiven Kriterien. Dazu gehörten Faktoren wie die Verfügbarkeit der Geräte, die Entfernung zum Ziel, die Bewegungsgeschwindigkeit, der wissenschaftliche Wert der Kartierung des Gebiets sowie die Bedeutung der Gewinnung neuer Daten außerhalb des ursprünglichen Plans für die Wissenschaftler.

Bethany Theiling, leitende Forscherin des ASTRA-Projekts am Goddard Space Flight Center der NASA, erklärt, dass diese Technologie es Missionen ermöglicht, Aufgaben zu erfüllen, die bisher unmöglich waren. Der Grund dafür ist ein autonomes Entscheidungs-System an Bord, das alle Kriterien gleichzeitig bewerten kann.

Diese fortschrittliche Technologie ist für Szenarien konzipiert, in denen eine manuelle Steuerung aufgrund von Signalverzögerungen unmöglich ist. Beispielsweise wird dieser Roboterschwarm bei unbemannten Missionen zu äußeren Planeten oder in Situationen, in denen die Arbeit von Astronauten in schwer zugänglichen Gebieten des Mondes oder Mars als zu gefährlich eingestuft wird, von entscheidender Bedeutung sein.

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