Indiens erste bemannte Weltraummission könnte auf 2028 verschoben werden

Indiens erste bemannte Weltraummission könnte auf 2028 verschoben werden

Ein historischer Schritt im Rahmen des nationalen Raumfahrtprogramms Indiens — die Gaganyaan-Mission — ist mit unerwarteten Verzögerungen konfrontiert. Laut V. Narayanan, Leiter der Indian Space Research Organisation (ISRO), wird der Plan, die ersten Astronauten des Landes in die Umlaufbahn zu befördern, voraussichtlich auf mindestens 2028 verschoben. Für Indien ist dieses Projekt nicht nur ein technologischer Erfolg, sondern ein strategischer Schritt, um einen festen Platz unter den Weltraummächten zu sichern. Dies berichtet Ixbt.com Nachrichten heißt es.

Ursprünglichen Plänen zufolge beabsichtigte die ISRO, die ersten indischen Astronauten bis Ende 2027 ins All zu schicken. Bei einer kürzlichen Präsentation in Bangalore wurde jedoch bekannt, dass der Zeitplan der Mission überarbeitet wurde. Der aktualisierte Zeitplan zeigt, dass der erste von drei geplanten unbemannten Testflügen nicht vor dem dritten Quartal 2027 stattfinden wird. Dies führt zwangsläufig dazu, dass der bemannte Flug in die folgenden Jahre verschoben wird.

Sicherheitsfragen und technische Komplexität

V. Narayanan betonte bei der Erläuterung der Projektverzögerung, dass das Hauptaugenmerk auf der Sicherheit der Besatzung liege. Das Gaganyaan-Programm ist ein extrem komplexes technologisches Projekt, das die Entwicklung einer für Menschen zertifizierten Rakete und Rettungssysteme für die Besatzung von Grund auf erfordert. Der ISRO-Chef erklärte, dass angesichts der Tatsache, dass jede Fehlfunktion ein menschliches Leben gefährden könnte, der Flug nicht stattfinden werde, bis alle Systeme vollständig bereit sind.

Das Gaganyaan-Programm ist Indiens erstes Projekt zum unabhängigen Start von Menschen in den Weltraum. Die Regierung hat die Erweiterung des Programms bereits genehmigt, das nicht nur Testflüge, sondern auch langfristige orbitale Missionen umfasst. Derzeit arbeiten Ingenieure daran, alle Systeme, insbesondere die Lebenserhaltungssysteme, durch unbemannte Flüge zu testen.

Zusammenarbeit mit SpaceX und die Entschlossenheit indischer Spezialisten

In seiner Rede ging der ISRO-Chef auch auf das internationale Ansehen indischer Spezialisten ein. Insbesondere ereignete sich ein interessanter Vorfall während der Vorbereitung der Axiom Mission 4 mit dem indischen Astronauten Shubhanshu Shukla, der im Juni 2025 mit einem SpaceX-Raumschiff zur Internationalen Raumstation (ISS) reisen soll. Indische Experten forderten den Stopp des Fluges, nachdem ein Leck im Raketensystem festgestellt worden war.

Interessanterweise hielten die SpaceX-Spezialisten dieses Problem zunächst für unbedeutend. Auf entschiedenes Beharren von V. Narayanan und D. K. Singh, Direktor des indischen Zentrums für bemannte Flüge, wurde der Flug jedoch vom 11. Juni auf den 25. Juni verschoben. Anschließende Überprüfungen ergaben einen Riss in einer der Hauptleitungen der Rakete. Dieser Vorfall bewies, dass das Ausbildungsniveau der indischen Raumfahrtschule und ihrer Spezialisten nicht hinter den Weltstandards zurückbleibt.

Dennoch ist das interne Raumfahrtprogramm Indiens nicht ohne Probleme. Zwei aufeinanderfolgende Fehlstarts von PSLV-Trägern, die als die wichtigsten Arbeitsraketen des Landes gelten, in den Jahren 2025 und 2026 haben den Sektor etwas zurückgeworfen. Die ISRO-Führung teilte mit, dass die Ursachen dieser Unfälle vollständig geklärt seien und derzeit an der Wiederinbetriebnahme der Raketen gearbeitet werde. Trotz aller Hindernisse bleibt das Gaganyaan-Projekt Indiens wichtigste Priorität im Weltraum.

Zamin.uz zu Google hinzufügenLesen Sie «Zamin» auf Telegram!
Discuss with Zamin AIAnalyze the news, get useful answers

Kommentare 0

Ähnliche Nachrichten