Erstmals seltene „Feuerwolken“ am Himmel über Frankreich beobachtet

In europäischen Ländern kommt es seit mehreren Tagen zu großflächigen Waldbränden. Insbesondere durch die heftigen Brände in Frankreich und Spanien hat die Zahl der evakuierten Bewohner 300.000 überschritten. Experten werten dies als eine der umfangreichsten Evakuierungen in der europäischen Geschichte. Dies berichtete Deutsche Welle .
Der französische Präsident Emmanuel Macron äußerte sich zur Lage bei einem Besuch im Krisenzentrum der Rettungsdienste, das angesichts der größten Waldbrände in Frankreich eingerichtet wurde. Er betonte, dass die Brände im Südwesten des Landes zwar teilweise eingedämmt seien, es aber noch nicht möglich sei, die Flammen um die Stadt Bordeaux herum völlig unter Kontrolle zu bringen.
AFP Nach Angaben der Agentur „Feuerwolken“ wurden erstmals in der französischen Geschichte ein seltenes Naturphänomen – gewittrige – beobachtet. Ein solches Phänomen war zuvor bei massiven Waldbränden in Australien und Kanada registriert worden.
„Dies ist eine absolut beispiellose Situation für Frankreich“, sagte der Feuerwehrsprecher Éric Brocardi.
Experten erklären, dass sich diese Wolken bilden, wenn Rauch, Wasserdampf und Asche aus starken Bränden in die oberen Atmosphärenschichten bis hin zur Stratosphäre aufsteigen. Ein solcher Prozess kann das Risiko von Blitzeinschlägen und neuen Bränden weiter erhöhen.
Auch Präsident Emmanuel Macron bewertete die Lage und betonte: „Die kommenden Wochen werden schwierig werden.“
Offiziellen Daten zufolge haben Brände, die seit dem 22. Juli in dem Gebiet zwischen Bordeaux und der Atlantikküste wüten, fast 42.000 Hektar Land in Asche verwandelt. Insgesamt haben Brände in ganz Frankreich seit Jahresbeginn 116.000 Hektar Fläche zerstört. Im Rahmen von Sicherheitsmaßnahmen im Land wurden rund 220.000 Einwohner evakuiert.
Auch im Nachbarland Spanien verschärfen sich die Waldbrände zunehmend. Die Zahl der in Sicherheit gebrachten Menschen in beiden Ländern übersteigt 300.000. Rettungskräfte und Spezialtechnik aus EU-Mitgliedstaaten unterstützen die Löscharbeiten aktiv.

















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