Nach 40 Jahren im Zirkus: Elefantenkuh endlich in Rente

In Portugal wurde eine Elefantenkuh namens Juli, die fast 40 Jahre lang in der Manege auftrat, offiziell in den „Ruhestand“ verabschiedet. Den Rest ihres Lebens verbringt sie nun im „Pangea“- Schutzgebiet in der Region Alentejo. Dieser Ort gilt als das erste speziell für ehemalige Arbeitstiere eingerichtete Reservat in Europa.
Berichten zufolge wurde Juli Ende der 1980er Jahre als Jungtier in Afrika eingefangen und nach Portugal gebracht. Seit 1988 trat sie in Zirkusshows auf. Nun hat sie ein Leben in einer kontrollierten, aber freien Umgebung begonnen und konnte in ihrem neuen Zuhause zum ersten Mal ein natürliches Schlammbad nehmen.
Im Jahr 2018 verabschiedete die portugiesische Regierung ein Gesetz, das die Verwendung von Wildtieren in Zirkussen ab 2024 verbietet. Aus diesem Grund wurde mit der Suche nach einem dauerhaften Zufluchtsort für Juli begonnen. Die Vereinbarung zwischen der Reservatsleitung und dem Eigentümer sowie die Vorbereitungs- und Transportphase dauerten etwa anderthalb Jahre.

Experten können nicht genau sagen, wie lange Julis neues Leben dauern wird. Denn während Elefanten in freier Wildbahn bis zu 70 Jahre alt werden können, ist ihre Lebensdauer in Gefangenschaft meist deutlich kürzer.
Das 400 Hektar große „Pangea“-Reservat bietet Platz für 20 bis 35 Elefanten. Hier wurden alle Voraussetzungen geschaffen, damit sich die Tiere frei bewegen, nach Nahrung suchen und in einer artgerechten Umgebung gepflegt werden können.
Es wird berichtet, dass Juli bis zum Jahresende nicht allein bleiben wird. Zu ihr gesellt sich Kariba, eine weitere weibliche Afrikanische Elefantenkuh, die ebenfalls vor etwa 40 Jahren aus der Wildnis gefangen wurde. Derzeit wird Kariba noch allein in einem belgischen Zoo gehalten.

















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