Lehrern in Dänemark wird die Anwendung physischer Gewalt gegen störende Schüler gestattet

Lehrern in Dänemark wird die Anwendung physischer Gewalt gegen störende Schüler gestattet

Ab August 2027 sollen Lehrer in Dänemark das Recht erhalten, Schüler, die den Unterricht stören, zwangsweise aus dem Klassenzimmer zu entfernen und bei Bedarf physische Gewalt anzuwenden. Die neue Regelung wurde entwickelt, um die Disziplin an Schulen zu stärken und gegen Gewalt sowie aggressives Verhalten unter Schülern vorzugehen.

Laut dem vom Bildungsministerium ausgearbeiteten Gesetzentwurf darf physische Gewalt nicht als Standardmaßnahme, sondern nur in Ausnahmesituationen bei dringender Notwendigkeit angewendet werden. Über jeden dieser Vorfälle müssen die Eltern des Schülers sowie der zuständige Gemeinderat informiert werden.

Den vom Ministerium veröffentlichten Studienergebnissen zufolge kam es im Jahr 2025 in 55 Prozent der dänischen Schulklassen mindestens einmal zu physischer Gewalt unter Schülern. In den Grundschulklassen lag dieser Wert bei 75 Prozent, in den Klassen 4–6 bei 59 Prozent und in den Klassen 7–10 bei 27 Prozent.

Die Umfrageergebnisse zeigten zudem einen weiteren Aspekt: In 60 Prozent der Klassen, in denen Gewalt oder aggressives Verhalten gemeldet wurde, waren ein oder zwei Schüler für diese Vorfälle verantwortlich.

Die neue Regelung zielt darauf ab, Lehrern in schwierigen Situationen klarere Befugnisse zu geben und die Sicherheit im Klassenzimmer zu gewährleisten. Physisches Eingreifen muss jedoch das letzte Mittel sein, verhältnismäßig erfolgen und dem Schüler so wenig Schaden wie möglich zufügen.

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