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Oleksandr Usyk benennt das Problem der sowjetischen Boxschule

Der ukrainische Boxer Oleksandr Usyk äußerte sich zum Hauptproblem der sowjetischen Boxschule im Profiring. Er betonte, dass der Unterschied zwischen Amateur- und Profiboxen nicht nur in der Rundenzahl liegt, sondern auch in der Kampfphilosophie und den Trainingsmethoden.

Laut Usyk basiert die Boxgeschichte in der Ukraine und den ehemaligen Sowjetstaaten stärker auf dem Sammeln von Punkten. Im Amateurboxen lernt ein Sportler, über drei Runden mehr präzise Treffer zu landen, Punkte zu sammeln und durch Punktrichterentscheid zu gewinnen. Im Profiring hingegen sind Kraft, Ausdauer, Schlaghärte und die Fähigkeit, den Gegner über 12 Runden zu zermürben, von großer Bedeutung.

Der Boxer glaubt, dass Kämpfer in amerikanischen und britischen Schulen mehr Wert auf harte Schläge legen. Sie bewegen sich vielleicht weniger, versuchen aber, jeden Schlag schwer und wirkungsvoll zu platzieren. Usyk erklärt dies mit dem Gedanken „Muskeln sind Gewohnheit“ und betont, dass ein Boxer, der darauf trainiert ist, hart zu schlagen, mit der Zeit zu einem starken Puncher wird.

Usyk sagte, dass Vertreter der sowjetischen Schule sich an das Profiboxen anpassen müssen, indem sie den reinen Punktesammel-Stil hinter sich lassen und sich auf Schlagkraft und Kämpfe über die volle Distanz vorbereiten. Seiner Meinung nach müssen sich nicht nur die Boxer, sondern auch die Trainer in diesem Prozess neu ausrichten, da man im Profiring mit alten Schemata kaum weit kommt – dort ist jede Runde eine eigene Prüfung.

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