Juri Semin teilt nicht FIFA-Entscheidung: Er wählt das Tor von Eldor Schomurodow

Eldor Schomurodows Tor bei der Weltmeisterschaft gegen die Demokratische Republik Kongo belegte in der renommierten Rangliste den zweiten Platz. Für den ehemaligen Cheftrainer der russischen Nationalmannschaft, Juri Semin, gehört das schönste Tor des Turniers jedoch genau dem Kapitän Usbekistans.
Laut den Ergebnissen der Fan-Abstimmung setzte die FIFA den Treffer des kapverdischen Verteidigers Sidny Lopes Cabral gegen Argentinien auf den ersten Platz. Schomurodow ließ dabei Weltstars hinter sich und wurde im Endklassement Zweiter.
In einer einzigen Aktion geschaffene Fußballkunst
Die usbekische Nationalmannschaft verlor im letzten Gruppenspiel der WM 2026 mit 1:3 gegen die DR Kongo. Dennoch wurde die von Eldor Schomurodow ausgeführte Szene zu einem der unvergesslichsten Momente des Turniers.
Ein langer Ball wurde auf die linke Seite des Strafrauds geschlagen. Schomurodow kontrollierte ihn im Lauf mit einer einzigen Berührung und schlenzte den Ball aus fast spitzem Winkel gefühlvoll über den Torwart.
Der Ball beschrieb einen wunderschönen Bogen in der Luft und landete im Tornetz. In dieser Szene zeigten sich gleich mehrere Fähigkeiten des Stürmers:
die Flugbahn des Balls im Voraus zu berechnen;
die Kontrolle mit der ersten Ballberührung herzustellen;
die Position des Torwarts schnell einzuschätzen;
einen technischen Schuss in einer schwierigen Situation auszuführen.
Bei der ersten von der FIFA durchgeführten Abstimmung wurde Schomurodows Tor mit 36 Prozent der Stimmen zum besten Tor der Gruppenphase gekürt. In dieser Phase ließ er auch berühmte Fußballer hinter sich.
Warum wählte die FIFA Cabrals Tor?
Den ersten Platz bei der finalen Abstimmung belegte der Vertreter der Kapverden, Sidny Lopes Cabral. Im Play-off-Spiel gegen Argentinien zog er von der linken Flanke ins Zentrum, ließ einen Gegenspieler aussteigen und schlenzte den Ball mit dem rechten Fuß ins lange obere Eck.
Argentiniens Torwart Emiliano Martínez konnte auf den Schuss praktisch nicht mehr reagieren. Cabrals Tor glich das Spiel aus, doch die Kapverden verloren in der Verlängerung schließlich mit 2:3.
Die Top drei in der Endauswahl der FIFA gestalteten sich wie folgt:
Platz | Spieler | Nationalmannschaft | Gegner |
|---|---|---|---|
1 | Sidny Lopes Cabral | Kapverden | Argentinien |
2 | Eldor Schomurodow | Usbekistan | DR Kongo |
3 | Wilson Isidor | Haiti | Marokko |
Schomurodows zweiter Platz war eines der wichtigsten Individualergebnisse für Usbekistan bei deren erster Weltmeisterschaft.
Semins Wahl fiel anders aus
Die russische Nachrichtenagentur TASS bat Juri Semin, die schönsten Tore des Turniers zu bewerten. Im Gegensatz zur FIFA-Auswahl vergab der erfahrene Trainer den ersten Platz an Schomurodow.
„Mir hat Schomurodows Tor sehr gut gefallen. Das ist eine Frage des Geschmacks. Eigentlich ist das beste Tor dasjenige, das der Mannschaft den Sieg bringt“, sagte Semin.
Der Trainer wies darauf hin, dass Schomurodows Schuss Usbekistan keine Punkte einbrachte. Gleichzeitig lobte er die technische Ausführung des Tores und die Entscheidung des Spielers in höchstem Maße.
Semin räumte ein, dass auch Cabrals Tor schön war. Seiner Meinung nach könnte die FIFA das Tor des Kapverden-Spielers jedoch gewählt haben, damit auch ein Vertreter einer kleinen Fußballnation eine große Auszeichnung erhält.
Dies ist Semins persönliche Vermutung. Die FIFA erklärte, dass der Sieger durch eine offene Abstimmung unter den Fans ermittelt wurde.
Schön oder wichtig?
Im Fußball wird das Konzept des „besten Tors“ unterschiedlich betrachtet. Einerseits werden die Technik, die Distanz, die Komplexität der Bewegung und die Ästhetik des Schusses bewertet. Andererseits gilt der Einfluss des Tores auf das Spielergebnis als wichtig.
Schomurodows Tor war technisch fast perfekt, konnte Usbekistan jedoch nicht vor der Niederlage bewahren. Cabrals Tor glich zwar gegen ein starkes Argentinien aus, doch auch seine Mannschaft schied später aus dem Turnier aus.
Daher überwogen bei der Endauswahl nicht nur die Bedeutung des Tors, sondern auch seine äußere Schönheit und der Eindruck, den es bei den Fans hinterließ.
Historische Anerkennung für den usbekischen Fußball
Dass Schomurodow in der Rangliste der besten Turniertore den zweiten Platz belegte, ist keine gewöhnliche individuelle Auszeichnung. Obwohl Usbekistan zum ersten Mal an einer Weltmeisterschaft teilnahm, erregte das Tor des Nationalmannschaftskapitäns die Aufmerksamkeit von Fans weltweit.
Zuerst gewann er die Gruppenphase und erreichte dann den zweiten Platz in der Gesamtwertung des Turniers. Das Ergebnis zeigte: Selbst wenn der Auftritt des Teams im Wettbewerb kurz war, hat ein Moment von Schomurodow den usbekischen Fußball auf der Weltbühne glänzend repräsentiert.
Meist Ihr, dass das schönste Tor des Turniers Schomurodow gehört oder war Cabrals Treffer tatsächlich stärker? Hinterlasst eure Meinung in den Kommentaren und teilt den Artikel mit Sportfans auf Telegram oder anderen sozialen Netzwerken!


















Kommentare 0
…