Tesla lockt TSMC-Ingenieure mit hohen Gehältern für Terafab-Werk

Tesla lockt TSMC-Ingenieure mit hohen Gehältern für Terafab-Werk

Tesla unter der Leitung von Elon Musk strebt eine Revolution in der Halbleiterindustrie an. Um den Bau seines Terafab-Werks zur Produktion eigener Chips zu beschleunigen, wirbt das Unternehmen Ingenieure des weltweit führenden Chipherstellers TSMC aus Taiwan ab. Dieser Schritt wird als wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur technologischen Unabhängigkeit von Tesla gewertet. Dies berichtet Ixbt.com Nachrichten berichtet.

Laut ixbt.com verspricht Tesla erfahrenen Technologie-Ingenieuren Gehälter, die 3- bis 5-mal höher sind als die Angebote von TSMC. Konkret soll das durchschnittliche Jahresgehalt für Spezialisten bei etwa 1,62 Millionen Yuan oder rund 240.000 US-Dollar beginnen. Ein solches Einkommensniveau gilt selbst für den High-Tech-Sektor als äußerst attraktiv.

Neben dem Grundgehalt bietet Tesla neuen Mitarbeitern als Anreiz zudem Aktienpakete (Restricted Stock Units) an. Diese Strategie dient nicht nur dazu, die besten Experten zu gewinnen, sondern auch deren langfristige Bindung an das Unternehmen sicherzustellen. Ziel ist es, die fortschrittlichen technologischen Prozesse von TSMC zu übernehmen und den Bau des neuen Werks so schnell wie möglich abzuschließen.

Die traditionelle Methode der Silicon-Valley-Giganten

Tatsächlich ist die Strategie, taiwanische Spezialisten mit hohen Gehältern abzuwerben, nicht neu. Giganten aus dem Silicon Valley wie Google und Micron nutzen diese Methode bereits seit vielen Jahren. Tesla ist nun der nächste große Akteur, der in diesen Wettbewerb eingestiegen ist. Diese „Talantjagd“ zeigt, wie intensiv der Wettbewerb auf dem globalen Halbleitermarkt ist.

Beispielsweise kaufte Google im Jahr 2017 ein Team von 2.000 Ingenieuren, die an den Pixel-Smartphones von HTC gearbeitet hatten, für 1,1 Milliarden Dollar auf. Zudem rekrutierte der Suchriese im Jahr 2025 Spezialisten für virtuelle und gemischte Realität von HTC. Tesla verfolgt derzeit denselben Weg und möchte durch die Gewinnung fertiger, hochqualifizierter Fachkräfte Zeit sparen.

Es wird erwartet, dass Elon Musks riesiges Terafab-Projekt ab 2026 die ersten Prozessoren produzieren wird. Die Bedeutung dieses Werks beschränkt sich nicht nur auf die Chipversorgung für Autos. Planmäßig sollen künftig fast 80 Prozent der produzierten Erzeugnisse für orbitale Data-Center bestimmt sein.

Sollte dieses Projekt erfolgreich umgesetzt werden, könnte Tesla nicht nur auf dem Elektroautomobilmarkt, sondern auch im Bereich der Weltraumtechnologie und bei Hochleistungsrechnersystemen die Führung übernehmen. Der Abgang von Spezialisten bei einem Giganten wie TSMC könnte jedoch zu Personalengpässen beim taiwanischen Unternehmen führen.

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