Suno beginnt, mit KI erstellte Songs zu kennzeichnen

Suno beginnt, mit KI erstellte Songs zu kennzeichnen

Suno, die beliebte Plattform zur Musikerstellung mithilfe künstlicher Intelligenz, hat angekündigt, neue Tools einzuführen. Diese sollen die eigenen Tracks mit speziellen Kennzeichnungen versehen, Downloads einschränken und Urheberrechte schützen. Laut TechCrunch und einer Unternehmensmitteilung gelten die Maßnahmen angesichts einer Reihe von Klagen durch Musiklabels und Künstlerverbände als wichtiger Schritt. TechCrunch.com berichtet .

Suno-Mitgründer und CEO Mikey Shulman betonte in einem Blogbeitrag, dass die Plattform originelle Kreativität fördern und zugleich mehr Menschen ermöglichen wolle, mithilfe von KI-Tools Musik zu erstellen. In letzter Zeit haben jedoch einige Nutzer versucht, mit KI erzeugte Songs auf andere Streaming-Plattformen hochzuladen und durch eine Täuschung ihrer Systeme Einnahmen zu erzielen. Dies war zu einem der zentralen Streitpunkte geworden.

Urheberrechte und Audiotracks schützen

Nach der neuen Richtlinie wird Suno damit beginnen, Audio-Wasserzeichen und digitale Fingerabdrücke einzusetzen, um Missbrauch auf anderen Streaming-Plattformen zu verhindern. Ob das Unternehmen Googles Synth ID verwendet oder ein eigenes System einführt, ist bislang unklar. Das Startup hat außerdem eine Vereinbarung mit Musixmatch, einem Anbieter von Songtexten, geschlossen und dessen Sentinal-System zur Erkennung von Urheberrechtsverletzungen integriert.

„Diese Tools wurden so entwickelt, dass sie langlebig und fälschungssicher sind, ohne das Hörerlebnis zu beeinträchtigen“, sagt Mikey Shulman. Ihm zufolge besteht die wichtigste Aufgabe des Unternehmens darin, Künstlern und Plattformen Transparenz-Tools bereitzustellen und die Zusammenarbeit in der gesamten Branche zu erleichtern.

Community-Regeln und rechtliche Herausforderungen

Das Unternehmen teilte außerdem mit, eine neue Download-Richtlinie zu entwickeln, um die massenhafte Verbreitung auf Streaming-Plattformen einzuschränken. Gleichzeitig änderte Suno seine Community-Regeln und verbietet nun strikt „irreführende Audios, die als echt dargestellt werden“ sowie „die unbefugte Nutzung der Stimme oder des Abbilds einer realen Person“.

Die Änderungen erfolgen in einer Phase, in der das Startup mit schwerwiegenden rechtlichen Problemen konfrontiert ist. Universal Music Group (UMG) und Sony Music Group haben mit Unterstützung der Recording Industry Association of America (RIAA) Klage gegen Suno eingereicht. Auch ein deutsches Gericht entschied zugunsten der Lizenzierungsagentur GEMA und stellte fest, dass Suno Urheberrechte verletze. Zudem wurde berichtet, dass infolge eines Datenlecks Ende vergangenen Jahres 55 Millionen Nutzer betroffen waren und in Massachusetts eine Sammelklage eingereicht wurde.

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