Japan testet Epsilon S Rakete nach Fehlversuchen erneut

Japan testet Epsilon S Rakete nach Fehlversuchen erneut

Die Japan Aerospace Exploration Agency (JAXA) hat ihren nächsten Plan für den Start ihrer Epsilon S Rakete der nächsten Generation bekannt gegeben. Zwei schwere Explosionen bei früheren Versuchen hatten das Projekt zum Stillstand gebracht, doch die Experten aus dem Land der aufgehenden Sonne haben die Probleme behoben und streben einen Flug bis März 2027 an. Dies berichtet Ixbt.com berichtet.

Laut NHK konzentrieren sich die JAXA-Ingenieure auf das Triebwerk der zweiten Stufe, das weiterhin der Schwachpunkt der Rakete ist. Ein separater Test dieser modernisierten Komponente ist für den 23. Juli dieses Jahres am Tanegashima Space Center in der Präfektur Kagoshima geplant. Dieser Test wird über die Zukunft des gesamten Projekts entscheiden.

Technische Probleme und Unfälle in der Vergangenheit

Das Epsilon S Projekt stand in den letzten Jahren vor ernsthaften Hindernissen. Insbesondere die zweimalige Zerstörung der zweiten Stufe der Rakete war ein schwerer Schlag für die japanischen Ingenieure. Der erste Unfall ereignete sich 2023 bei Bodentests in der Präfektur Akita, während die zweite Explosion 2024 am Tanegashima Space Center verzeichnet wurde.

Diese Fehlfunktionen haben die Rakete daran gehindert, zu vollständigen Flugtests überzugehen. Experten arbeiten derzeit daran, alle identifizierten Konstruktionsfehler zu beheben und die Haltbarkeit des Triebwerks zu erhöhen. Epsilon S ist eine verbesserte Feststoffrakete der Epsilon-Familie, die seit 2013 entwickelt wird.

Neue Möglichkeiten für den Markt für kleine Satelliten

Diese dreistufige Rakete wurde in Zusammenarbeit zwischen der JAXA und dem Luft- und Raumfahrtunternehmen IHI entwickelt. Ihre Hauptaufgabe besteht darin, kleine Satelliten in die Umlaufbahn zu bringen. In einer Zeit, in der die Nachfrage nach kostengünstigen und schnellen Starts kompakter Geräte auf dem globalen Weltraummarkt wächst, wird erwartet, dass Epsilon S Japans Position in diesem Sektor stärkt.

Für Japan ist der Besitz eigener Trägerraketen nicht nur von wissenschaftlicher, sondern auch von strategischer Bedeutung. Wenn der für 2027 geplante Flug erfolgreich verläuft, wird das Land in der Lage sein, mit US-amerikanischen und chinesischen Unternehmen auf dem internationalen Markt für kommerzielle Starts zu konkurrieren. Vorerst liegt das gesamte Augenmerk auf dem wichtigen technischen Test im Juli.

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