Greylock entscheidet sich für eine Deckelung des neuen Investmentfonds auf 1,5 Milliarden Dollar

Greylock Ventures, eines der ältesten und renommiertesten Venture-Capital-Unternehmen im Silicon Valley, widersetzt sich dem Branchentrend und kündigt an, das Volumen seines neuen Fonds künstlich zu begrenzen. Das Unternehmen hat 1,5 Milliarden Dollar für seinen 18. Fonds eingesammelt. Obwohl dieser Wert 50 % über dem 1-Milliarden-Dollar-Fonds von 2023 liegt, verzichtete die Unternehmensführung auf die Möglichkeit, deutlich größere, am Markt verfügbare Summen zu akquirieren. Dies berichtet Techcrunch.com berichtet .
In einem Interview mit TechCrunch betonte Greylock-Partner Saam Motamedi, dass das Unternehmen ein Vielfaches dieser Summe hätte einsammeln können. Greylock hat sich jedoch strategisch dafür entschieden, Qualität vor Wachstum zu stellen. Diese Entscheidung wird in einer Zeit, in der die Fondsvolumina auf dem Venture-Capital-Markt rasant ansteigen, als vorsichtiger und professioneller Ansatz gewertet.
Strategie der Qualität und persönlichen Betreuung
Laut Vertretern von Greylock ermöglicht die relativ geringe Größe des Fonds, jedem Startup maximale Aufmerksamkeit zu schenken. Die 10 Kernpartner des Unternehmens führen nur ein oder zwei neue Investitionsprojekte pro Jahr durch. Infolgedessen wird erwartet, dass der neue Fonds insgesamt etwa 25 Portfoliounternehmen unterstützen wird. Dieser Stil hilft Greylock dabei, Startups in den frühesten Phasen zu identifizieren, noch bevor sie als Unternehmen vollständig geformt sind.Im Laufe seiner Geschichte hat das Unternehmen Cybersicherheitsgiganten wie Palo Alto Networks und Abnormal in seinen eigenen Büros „inkubiert“, also beim Aufbau von Grund auf geholfen. Zum Beispiel nutzte das KI-Startup Baseten, das heute mit 13 Milliarden Dollar bewertet wird, Greylocks Dienste, um Verbindungen zu Ingenieuren und Kunden aufzubauen.
Spätphasen-Investitionen und KI-Fokus
Obwohl sich Greylock hauptsächlich auf Projekte in der Frühphase (Seed und Series A) konzentriert, werden fast 15 % des neuen Fonds in Unternehmen mit hohem Potenzial in der Spätphase fließen. Im Rahmen seines vorherigen Fonds investierte das Unternehmen in Großprojekte wie Anthropic, Revolut und Wiz. Insbesondere die Investition in Anthropic bleibt die größte in der Geschichte von Greylock.Motamedi betonte, dass bei den Treffen, die Greylock jeden Montag abhält, die Tagesordnung nicht mit Firmennamen, sondern mit den Namen von Menschen beginnt. Dies bedeutet, dass das Unternehmen mehr an das Humankapital und das Potenzial der Gründer glaubt als an ein Geschäftsmodell. Für junge Unternehmer und Startup-Gründer ist die Erfahrung solcher renommierten Fonds von großer Bedeutung, da sie zeigt, dass auf dem Venture-Markt strategische Partnerschaften und Erfahrung wichtiger sind als nur Kapital.

















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