SpaceX Starship V3 Raketenstart unerwartet abgebrochen

SpaceX Starship V3 Raketenstart unerwartet abgebrochen

Das von Elon Musk geleitete Unternehmen SpaceX hat am Donnerstag den Start seines verbesserten Starship-Raketensystems der dritten Generation (V3) auf seinem Testgelände in Südtexas in den letzten Sekunden abgebrochen. Nachdem die Triebwerke der Rakete gezündet hatten, entschied ein automatisches System unerwartet, den Vorgang zu stoppen. Dieser Fehlschlag könnte erhebliche Auswirkungen auf die technologischen und finanziellen Pläne des Unternehmens haben. Dies berichtet Techcrunch.com berichtet .

Elon Musk teilte auf seiner Seite im sozialen Netzwerk X mit, dass das automatische Schutzsystem ausgelöst wurde, da einige Triebwerke nicht starteten. "Einige Triebwerke zündeten nicht, was zum automatischen Abbruch des Starts führte. Wir hoffen, es in ein paar Tagen erneut versuchen zu können", schrieb der Milliardär. Im Rahmen dieser Mission plante SpaceX, seine Starlink-Satelliten der dritten Generation erstmals ins All zu befördern.

Technische Störungen und Flugdetails

Der Vorbereitungsprozess für den Flug verlief zunächst planmäßig. In der letzten Minute des Countdowns gab es eine kurze Unterbrechung, das Problem wurde jedoch schnell behoben und der Prozess fortgesetzt. Als jedoch beim Start das Wasserberieselungssystem aktiviert wurde und die Triebwerke der Super Heavy-Boosterstufe zündeten, schaltete sich das System vollständig ab. Laut Grafikdaten der SpaceX-Übertragung zündeten vier neue Raptor-Triebwerke nicht.

Zur Erinnerung: Dies war der zweite Startversuch des Starship V3-Modells. Der erste Testflug im Mai endete mit gemischten Ergebnissen. Obwohl die Rakete von der Startrampe abheben konnte, scheiterte der Super Heavy-Booster bei der Landung im Golf von Mexiko. Daraufhin führte die US-Luftfahrtbehörde FAA eine Untersuchung durch und erteilte erst Anfang dieser Woche die Genehmigung für einen erneuten Flug.

Finanzielle Verluste und Marktreaktion

Dieser Fehlversuch kam für SpaceX zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Das Unternehmen führte am 12. Juni einen historischen Börsengang (IPO) durch und nahm dabei über 85 Milliarden Dollar ein. Obwohl der Unternehmenswert damals das Niveau von Giganten wie Amazon und Microsoft erreichte, sinken die Aktienkurse seit einem Monat kontinuierlich.

Nach dem gescheiterten Start am Donnerstag fielen die SpaceX-Aktien nach Börsenschluss um weitere 4 Prozent. Der Aktienkurs ist nun unter den Wert von 135 Dollar zum Zeitpunkt des Börsengangs gefallen. Dies weckt bei Investoren Sorgen hinsichtlich der kurzfristigen Pläne des Unternehmens.

Die Projekte Starship und Starlink sind die Hauptpfeiler der Strategie von SpaceX. Das Unternehmen will beweisen, dass das Konzept der "orbitalen Rechenzentren" wirtschaftlich rentabel ist. Starlink bleibt der profitabelste und einzige gewinnbringende Teil des SpaceX-Geschäfts, weshalb der erfolgreiche Start der neuen Satellitengeneration für das Unternehmen von entscheidender Bedeutung ist.

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