NASA in der Personalriesenkrise: Jeder fünfte Mitarbeiter hat die Agentur verlassen

Die National Aeronautics and Space Administration (NASA) ist im vergangenen Jahr mit einem beispiellosen Fachkräftemangel konfrontiert worden. Laut einem neuen Bericht des US Government Accountability Office (GAO) haben fast 22 % der Agenturmitarbeiter ihren Arbeitsplatz aufgrund von Frühpensionierung und anderen Gründen verlassen. Diese Situation wirkt sich direkt und negativ auf 25 von 36 großen Weltraumforschungsprojekten aus. Dies berichtet Ixbt.com berichtet .
Experten sind der Meinung, dass der aktuelle Personalbestand nicht ausreicht, um die der NASA gestellten gigantischen Aufgaben zu bewältigen. Zu den am stärksten betroffenen Projekten gehören das bemannte Raumschiff Orion und die Schwerlastrakete Space Launch System (SLS). Das Orion-Projekt hat 10 % seines Personals verloren, während das SLS-Programm fast 20 % seiner Spezialisten einbüßen musste. Dies schürt Bedenken hinsichtlich der Zukunft der Artemis-Mondmission.
Schwere Lage im Goddard-Zentrum
Die alarmierendste Personalsituation wurde am Goddard Space Flight Center beobachtet, wo 34 % der Mitarbeiter gegangen sind. Infolgedessen verlor die DAVINCI-Mission zur Erforschung der Venus ihre wichtigsten Spezialisten. Derzeit wird ein Teil der Vorbereitungsarbeiten für diese Mission überarbeitet.Bislang hat das Personalproblem keine schwerwiegenden Auswirkungen auf die Fristen der Projekte gehabt. GAO-Daten zufolge gab es nur bei zwei Projekten eine einmonatige Verzögerung, während die IMAP-Mission sogar drei Monate früher als geplant startete. Die finanziellen Kosten steigen jedoch rasant: Die Mehrausgaben bei Großprogrammen erreichten 478,2 Millionen USD. Der Hauptteil dieser Mittel entfällt genau auf die Projekte SLS Block 1B und Orion.
Zukünftige Risiken und neue Strategie
Die Personalabteilung der NASA hat den Mangel an Spezialisten in den Bereichen Luft- und Raumfahrt, Maschinenbau, Elektrotechnik und Computertechnik sowie in IT und Cybersecurity eingeräumt. Beispielsweise wurde die Psyche-Mission aufgrund von Personalmangel nicht rechtzeitig gestartet, was zusätzliche Kosten von 132 Millionen USD verursachte.Um die Situation zu verbessern, plant die Agentur eine Reihe von Maßnahmen. Insbesondere ist vorgesehen, Auftragnehmer in Festanstellungen zu übernehmen und das NASA Force-Programm zu starten, um technische Spezialisten vorübergehend zu gewinnen. Die endgültige Personalstrategie ist jedoch noch nicht genehmigt.
Die Umsetzung dieser Pläne hängt stark vom Haushalt für 2027 ab, der derzeit im US-Kongress diskutiert wird. Sollte die Finanzierungsfrage nicht positiv gelöst werden, könnte die Raumfahrtagentur vor ernsthaften Hürden stehen, nicht nur neue Projekte zu starten, sondern auch bestehende abzuschließen.

















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