Sam Altman hat erklärt, warum er TikTok verlassen hat

Sam Altman hat erklärt, warum er TikTok verlassen hat

OpenAI-CEO Sam Altman hat bekannt gegeben, dass er die beliebte TikTok-App vollständig von seinem Smartphone gelöscht hat, da sie ihn viel zu sehr abgelenkt hat. Er betonte, dass die Plattform einen extrem starken algorithmischen Einfluss hat und Nutzer schnell süchtig macht. Das berichtet Ixbt.com berichtet darüber.

Laut ixbt.com ging Altman diesen Schritt nicht nur aus Neugier, sondern auch aus praktischen Gründen. Während OpenAI sein KI-gestütztes Videogenerierungsprojekt Sora entwickelte, wollte er die Mechanismen eines konkurrierenden sozialen Netzwerks von innen heraus studieren. "Ich habe mich absichtlich an TikTok gebunden, weil ich lernen musste", erklärte der Unternehmenschef.

Die Algorithmus-Falle und persönliche Erfahrung

Während des Experiments erlebte Sam Altman am eigenen Leib, wie perfekt das Empfehlungssystem der Plattform ist. Anfangs glaubte er, den Prozess voll unter Kontrolle zu haben und nur zehn Minuten vor dem Schlafengehen zu verbringen. Mit der Zeit dehnte sich diese Gewohnheit jedoch auf mehrere Stunden am Wochenende aus.

Altman wurde klar, dass sich diese Situation negativ auf ihn auswirkte. Seinen Aussagen nach gab ihm die Nutzung der App "wahren Genuss wie eine Droge". Nachdem Versuche, seine Zeit zu begrenzen, fehlschlug, beschloss er, die App komplett von seinem Handy zu löschen.

Schließung des Sora-Projekts

OpenAI hat zudem seine Aktivitäten im Bereich Social Media eingestellt. Im März kündigte das Unternehmen an, die Sora-App aufzugeben, um sich auf seine Kernziele zu konzentrieren. Dieses Konzept, das zunächst für großes Aufsehen und eine historische Partnerschaft mit Disney sorgte, wurde sechs Monate später eingestellt.

Als Hauptgrund wurde genannt, dass der Videogenerierungsprozess enorme Rechenressourcen erfordert. Gleichzeitig beschleunigten Hauptkonkurrenten wie Anthropic das Rennen um generative KI weiter.

Im vergangenen August betonte OpenAI, dass das Hauptziel von Diensten wie ChatGPT nicht darin bestehe, den Nutzer endlos zu fesseln. Das Unternehmen wies darauf hin, dass der Erfolg nicht an der verbrachten Zeit auf der Website oder der Anzahl der Klicks gemessen werden sollte, sondern daran, ob der Nutzer das gewünschte Ergebnis erhalten hat.

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