NASA nimmt das Neil Gehrels Swift Teleskop wieder in Betrieb

NASA nimmt das Neil Gehrels Swift Teleskop wieder in Betrieb

Die NASA hat ihr legendäres Neil Gehrels Swift Weltraumobservatorium wieder in den wissenschaftlichen Beobachtungsmodus versetzt. ixbt.com berichtet, dass das Gerät seine Arbeit nach einer monatlichen Pause in einem speziellen Modus, der den orbitalen Abstieg verlangsamen sollte, wieder aufgenommen hat. Dies wurde von Ixbt.com berichtet .

Wie bekannt wurde, haben Spezialisten am 26. August dieses Jahres zwei der drei wissenschaftlichen Instrumente wieder eingeschaltet: das XRT Röntgenteleskop sowie das UVOT Ultraviolett- und Optikteleskop. Diese Geräte waren im Februar abgeschaltet worden, um den aerodynamischen Widerstand zu verringern und die Lebensdauer des Geräts im Orbit zu verlängern.

Weltrauminstrumente und das Scheitern der Rettungsmission

Das dritte Instrument, das BAT Gammastrahlenteleskop, bleibt vorerst ausgeschaltet. Es wurde im April aus Gründen der Energieeffizienz und zur weiteren Reduzierung des atmosphärischen Widerstands durch Anpassung der Ausrichtung der Solarpaneele stillgelegt. Nach den Plänen der NASA-Vertreter soll auch dieses Gerät in den kommenden Wochen wieder vollständig in Betrieb genommen werden.

Ursprünglich war geplant, das private LINK-Raumschiff von Katalyst Space zu nutzen, um das Swift Teleskop in einen höheren Orbit zu heben. Nach dem Start am 3. Juli sollte das Raumschiff das Observatorium erreichen und einfangen. Die Mission verlief jedoch nicht nach Plan: Zwei der drei Reaktionsräder des Orientierungssystems fielen aus und das Antriebssystem verlor teilweise seine Funktion. Infolgedessen gaben die NASA und Katalyst den Versuch am 19. August offiziell auf.

Die Zukunft des Teleskops und die letzte Phase

Swift wurde 2004 ins All geschossen und war ursprünglich für eine Lebensdauer von nur zwei Jahren ausgelegt, ist jedoch mittlerweile seit über 21 Jahren erfolgreich im Einsatz. In dieser Zeit hat es sich zu einem der wichtigsten Instrumente zur Erforschung von Gammastrahlenausbrüchen und anderen kurzzeitigen kosmischen Phänomenen entwickelt.

Das Hauptproblem besteht jedoch darin, dass das Teleskop über kein eigenes Antriebssystem verfügt. Aufgrund der hohen Sonnenaktivität haben sich die oberen Schichten der Erdatmosphäre ausgedehnt, was den Widerstand erhöht und dazu führt, dass die Umlaufbahn des Geräts schneller absinkt. Nach Schätzungen der NASA wird Swift in den nächsten ein bis zwei Monaten auf eine Höhe von etwa 300 Kilometern sinken, wonach sich der Absturzprozess beschleunigen wird. Wenn keine andere Methode zur Anhebung der Umlaufbahn gefunden wird, wird das Observatorium voraussichtlich bis Ende 2026 in die Erdatmosphäre eintreten und größtenteils verglühen. Bis dahin wird das Gerät sein wissenschaftliches Programm fortsetzen.

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