James-Webb-Teleskop entdeckt Methan im interstellaren Kometen 3I/ATLAS

James-Webb-Teleskop entdeckt Methan im interstellaren Kometen 3I/ATLAS

Das James Webb Space Telescope hat erstmals direkt Methangas im interstellaren Kometen 3I/ATLAS nachgewiesen. Beobachtungen zeigen, dass sich die chemische Zusammensetzung dieses Objekts deutlich von den meisten Kometen im Sonnensystem unterscheidet und die Bedingungen während der Entstehung anderer Planetensysteme widerspiegelt. Dies berichtet Ixbt.com berichtet .

Die Forscher nutzten das MIRI-Instrument (Mid-Infrared Instrument) des Teleskops. Die Beobachtungen fanden im Dezember 2023 statt, als der Komet seinen sonnennächsten Punkt passierte und sich in einer Entfernung von 329–379 Millionen Kilometern befand. Die Entdeckung von Methan ist für Astronomen von großer Bedeutung, da dieses Gas dazu neigt, schnell aus seinem gefrorenen Zustand zu sublimieren.

Wissenschaftler vermuten, dass ein Großteil des Methans in 3I/ATLAS lange Zeit unter der Oberfläche des Kerns verborgen blieb und erst freigesetzt wurde, als die Sonnenwärme tiefere Schichten erreichte. Zudem wurde bestätigt, dass der Gehalt an Kohlendioxid (CO2) im Kometen deutlich höher ist als der von Wasserdampf.

Zusammen mit der zuvor identifizierten hohen Stickstoffkonzentration deuten diese Daten darauf hin, dass das Objekt in einer Umgebung entstanden ist, die sich völlig von unserem Planetensystem unterscheidet. Im Wesentlichen bewahrt 3I/ATLAS einen chemischen „Stempel“ eines anderen Sternsystems von vor Milliarden von Jahren.

Bisher konnten Astronomen nur zwei interstellare Kometen im Detail untersuchen: den 2019 entdeckten 2I/Borisov und diesen 3I/ATLAS. Die Möglichkeiten des James-Webb-Teleskops erlauben es, solche einzigartigen Objekte mit einer Präzision zu analysieren, die vor wenigen Jahren noch unmöglich war.

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Abror Shuhratov
«ZAMIN.UZ» Redakteur

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