Istanbuler Schulen richten künftig eigene Gebetsräume ein

In Istanbul werden an allen Schulen Gebetsräume für Schüler und Mitarbeiter eingerichtet. Die entsprechende Anweisung wurde von Gouverneur Davut Gül unterzeichnet. Das am 22. April offiziell erlassene Dokument wurde an die Bezirksämter in allen 39 Bezirken Istanbuls weitergeleitet.
Gemäß der Anweisung muss in den Entwürfen neu zu bauender Schulen künftig ein eigener Bereich für einen Gebetsraum eingeplant werden. Der Raum muss für das gemeinsame Freitagsgebet geeignet und ausreichend groß sein.
In bereits bestehenden, älteren Schulen ist kein Neubau erforderlich. Dort wird ein geeigneter vorhandener Raum ausgewählt und für das Gebet umgerüstet.
Die Stadtverwaltung begründete diese Entscheidung mit dem Recht von Schülern und Bildungspersonal, ihre religiösen Handlungen frei auszuüben. Ein Gebetsraum direkt in der Schule verringert zudem die Notwendigkeit für Schüler, freitags nach draußen zu gehen.
Dadurch soll verhindert werden, dass wegen des Freitagsgebets der Unterricht versäumt oder der Bildungsprozess unterbrochen wird.


















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