Das schreckliche Geheimnis hinter Babybrei: Säuglinge im Krankenhaus

In Jerusalem, Israel, wurde ein 41-jähriger Mann festgenommen, nachdem in Obstbrei für Säuglinge starke Beruhigungsmittel gefunden wurden. Er wird verdächtigt, die Produkte absichtlich mit Medikamenten versetzt zu haben. Dies berichtete The Jerusalem Post.
Der Vorfall kam im Juni ans Licht, als es um Baby-Obstbrei der Marke „Prinok“ ging, der in zwei Filialen der Supermarktkette „Zol VeGadol“ in Jerusalem verkauft wurde. Mehrere Kinder wurden nach dem Verzehr der Produkte mit Schwäche, Schläfrigkeit und anderen Symptomen ins Krankenhaus eingeliefert.
Ärzte fanden im Blut der Kinder die Substanzen Clonazepam und Lorazepam, die zur Gruppe der Benzodiazepine gehören. Später teilte das Gesundheitsministerium mit, dass bei Laboruntersuchungen dieselben Substanzen auch in einigen Breigläsern gefunden wurden. Insgesamt wurden die Medikamente in fünf Produkten nachgewiesen.
Während der Ermittlungen identifizierte die Polizei den 41-jährigen Yan Shemlan, der im Süden Israels lebt, als Verdächtigen. Nach Angaben der Strafverfolgungsbehörden soll er die Breigläser aus dem Supermarktregal genommen, mit Medikamenten versetzt und wieder zurückgestellt haben.
Um den Verdächtigen zu identifizieren, analysierte die Polizei hunderte Stunden an Überwachungskameramaterial. Später wurde Shemlans Wohnort überwacht und er wurde in seinem Haus festgenommen. Die von der Polizei veröffentlichten Videos zeigen seine Bewegungen im Supermarkt, jedoch nicht den Moment, in dem er die Substanz in die Gläser gab.
Im vorläufigen Ermittlungsverfahren wurde das Motiv für das Verbrechen noch nicht geklärt. Die Behörden erklärten zudem, dass es keine Anhaltspunkte für einen terroristischen Hintergrund gebe. Die Ermittlungen in dem Fall dauern an. Es wurde bekannt, dass die Staatsanwaltschaft plant, am 10. September Anklage gegen Shemlan zu erheben.
Das israelische Gesundheitsministerium hat Eltern dazu aufgerufen, beim Kauf von Babynahrung auf die Unversehrtheit der Verpackung und darauf zu achten, dass diese nicht geöffnet wurde.

















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