Lehrer wegen Mordes an Studentin aus Angst vor Jobverlust angeklagt

In Südkorea wurde ein Universitätsdozent angeklagt, eine Studentin, mit der er eine Affäre hatte, ermordet zu haben, weil er fürchtete, bei Bekanntwerden der Beziehung seinen Job zu verlieren. Die Ermittlungsakten wurden an die Staatsanwaltschaft übergeben.
Der 31-jährige chinesische Dozent Zheng Changsheng steht im Verdacht, eine 25-jährige chinesische Masterstudentin, die zuvor seinen Kurs besucht hatte, getötet und ihre Leiche an mehreren Orten entsorgt zu haben.
Die Polizei übergab den Fall am 4. September an die Staatsanwaltschaft.
Den Ermittlungen zufolge ereignete sich das tragische Ereignis am frühen Morgen des 20. August in Zhengs Studio-Apartment in Gyeongsan, Südkorea.
Die verstorbene Studentin war am 14. August angereist, um ihr Masterdiplom in Südkorea entgegenzunehmen. Sie verschwand in der Nacht der Diplomverleihung spurlos.
Zheng unterrichtete zwei Fächer an derselben Universität und sollte weitere Kurse halten. Laut Polizei befürchtete er, seine Stelle zu verlieren, falls die Beziehung zur Studentin ans Licht käme.
Überwachungskameras zeigen, wie Zheng und die Studentin am 20. August gegen 14:00 Uhr sein Apartment betraten.
Später meldete der Dozent die Studentin als vermisst und gab sich bei der Polizei als ihr Freund aus.
Ermittler stellten jedoch Widersprüche in seinen Aussagen fest. Laut Polizei schaltete Zheng das Telefon der Studentin in der Nähe des Bahnhofs Dongdaegu aus.
Er steht zudem im Verdacht, die Polizei in die Irre geführt zu haben, indem er ihre Kleidung trug und ihre Bewegungen vortäuschte, um den Anschein zu erwecken, sie sei noch unterwegs.
Zheng wurde am 25. August auf der Straße festgenommen. Am selben Tag wurde die Leiche der Studentin in seiner Wohnung gefunden.
Die örtliche Polizei veröffentlichte bis zum 1. Oktober seine Identität und sein Foto. Eine Sonderkommission begründete dies mit der Schwere des Verbrechens, dem Schaden für das Opfer, der Beweislage und der Notwendigkeit, ähnliche Straftaten in Zukunft zu verhindern.
Zheng werden unter anderem Mord, Leichenzerstückelung, Entsorgung und Verstecken einer Leiche sowie Behinderung der Polizeiarbeit vorgeworfen.
Das Bezirksgericht Daegu ordnete Untersuchungshaft an, da Fluchtgefahr bestehe.
Während der Ermittlungen gab Zheng an, es sei zu einem Streit gekommen, in dessen Folge er das Leben der Studentin beendete. Dies ist jedoch seine Aussage und kein vom Gericht bestätigtes Endergebnis.
Zunächst verweigerte er eine psychologische Untersuchung, stimmte dieser jedoch später zu, wie „Need To Know“ berichtete. Die Ergebnisse wurden bisher nicht öffentlich gemacht.
Derzeit prüft die Universitätsverwaltung, ob Zheng auch gegenüber anderen chinesischen Studentinnen unangemessenes Verhalten oder Avancen gezeigt hat.
Das chinesische Konsulat in Busan, Südkorea, forderte eine umfassende Untersuchung des Vorfalls und harte Maßnahmen gegen den Täter.
Der Name der verstorbenen Studentin wurde offiziell nicht bekannt gegeben.
Die Akten der Staatsanwaltschaft wurden an das Gericht übergeben; das weitere Schicksal des Falls wird im Gerichtsverfahren entschieden.

















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