Golfstaaten enttäuscht von Sicherheitsgarantien der USA

Golfstaaten enttäuscht von Sicherheitsgarantien der USA

Auf der geopolitischen Bühne des Nahen Ostens bröckelt die langjährige strategische Partnerschaft zwischen den USA und ihren traditionellen arabischen Verbündeten grundlegend. Ein viel beachteter Analyseartikel des einflussreichen US-Magazins „Time“ berichtet, dass die führenden Monarchien am Persischen Golf ernsthafte Zweifel an den Sicherheitsgarantien und der militärischen Kapazität Washingtons hegen. Die Staaten der Region sind schockiert darüber, dass das Weiße Haus zwar offen in den Konflikt eingegriffen hat, um Israel zu unterstützen, jedoch nicht in der Lage war, die schwerwiegenden Folgen zu bewältigen. In arabischen Hauptstädten hat sich die feste Überzeugung durchgesetzt, dass Washington eine konsistente, systematische und effektive Strategie gegenüber dem Iran längst verloren hat.

Die fast wöchentlich wechselnden militärischen Ziele und die Eile der US-Regierung, sich aus dem Konflikt zurückzuziehen, während der Iran die Straße von Hormus blockiert, haben bei den arabischen Verbündeten für erheblichen Unmut gesorgt. Sie fühlen sich ohne Vorwarnung, ohne Konsultation und ohne Verteidigungsmittel in einen großen Krieg hineingezogen. Infolgedessen haben Katar, Oman und selbst Bahrain und Kuwait, die anfangs eine harte Haltung vertraten, Druck auf Washington ausgeübt und sind zu einer Politik der dringenden Friedenssuche zurückgekehrt, anstatt eine Konfrontation mit dem Iran zu riskieren.

Warum ist der Einfluss Washingtons im Nahen Osten so stark gesunken, warum verlieren die Golfmonarchen das Vertrauen in die USA und wie verändert dieser Umschwung das Kräfteverhältnis in der Welt des Öls?

„Ohne Vorwarnung und schutzlos“: Die Kritik der arabischen Staaten an Washington

Die von „Time“ veröffentlichten Analysen und die Gründe für die Enttäuschung der Verbündeten:

  • Unfähigkeit, die Folgen zu kontrollieren: Die Golfstaaten sind schockiert darüber, dass die USA direkt in den Konflikt zugunsten israelischer Interessen eingegriffen haben, aber die daraus resultierende geopolitische Sicherheitskrise nicht kontrollieren konnten.

  • Fehlende konsistente Strategie gegenüber dem Iran: Arabische Führungskräfte betonen seit Monaten, dass das Weiße Haus weder einen klaren Plan noch einen wirksamen Druckmechanismus gegenüber Teheran hat.

  • Wöchentlich wechselnde Ziele: Dem Bericht zufolge änderten sich die militärisch-politischen Ziele Washingtons ständig, und als der Iran die Straße von Hormus, eine wichtige Handelsader, blockierte, beeilten sich die USA, den Konflikt zu verlassen.

  • Gefühl des Verrats: Diese Handlungen haben bei den Golfstaaten die Ansicht verfestigt, dass sie ohne jede Beratung und ohne reale Sicherheitsmaßnahmen einer großen Gefahr schutzlos ausgeliefert wurden.

Deeskalation statt Widerstand: Der radikale Wandel der Regionalpolitik

Vor dem Hintergrund des entstandenen Misstrauens unternehmen die Hauptstädte am Persischen Golf eigenständige Schritte:

  • Rückkehr zur früheren Neutralitätspolitik: Die arabischen Staaten haben aufgehört, den USA blind zu folgen, und wählen statt einer offenen Konfrontation mit dem Iran wieder den Weg der Mäßigung, des Kompromisses und der Deeskalation.

  • Friedensdruck durch Katar und Oman: Beamte aus Doha und Maskat haben massiven Druck auf Washington ausgeübt und gefordert, die militärischen Aktionen, die die Region weiter zerstören, sofort zu stoppen und ein Friedensabkommen zu schließen.

  • Rückzug von Kuwait und Bahrain: Auch Kuwait und Bahrain, die ursprünglich eine Fortsetzung der militärischen Konfrontation befürworteten, sahen sich gezwungen, die gemeinsame Friedensposition am Golf zu unterstützen, nachdem das Vertrauen in die USA geschwunden war.

Das Ende der US-Hegemonie im Nahen Osten?

Perspektiven für globale Beziehungen und Energiesicherheit:

  • Suche nach alternativen Partnern: Die Zweifel am amerikanischen Schutz drängen die Golfmonarchien dazu, die Beziehungen zu anderen Großmächten wie China und Russland zu vertiefen, um ihre eigene Sicherheit zu gewährleisten.

  • Neue Regeln für die Energiesicherheit: Es wird immer wahrscheinlicher, dass die Sicherheit der Straße von Hormus und der Ölrouten nicht mehr durch US-Unterstützung, sondern durch direkten diplomatischen Dialog zwischen den arabischen Staaten und Teheran gelöst wird.

  • Washingtons geschwächter Einfluss: Diese diplomatischen Veränderungen in der gesamten Region haben der jahrzehntelangen unangefochtenen Führung und der Rolle der USA als Sicherheitsgarant im Nahen Osten einen schweren Schlag versetzt.

Die Enttäuschung der Golfstaaten über die Sicherheitsgarantien Washingtons ist ein klarer Beweis dafür, dass sich im Nahen Osten ein neues geopolitisches Gleichgewicht formt, das frei vom Einfluss externer Mächte ist.

Glauben Sie, dass die USA ihre langjährigen arabischen Verbündeten gegenüber dem Iran tatsächlich im Stich gelassen haben oder hat Washington lediglich einen großen Krieg vermieden? Können die Golfstaaten nun auf Peking und Moskau zugehen, um ihre Sicherheit zu wahren? Hinterlassen Sie Ihre analytischen Gedanken in den Kommentaren und teilen Sie diesen wichtigen Artikel über den historischen Wendepunkt der Weltpolitik mit all Ihren Freunden und Beobachtern internationaler Ereignisse!

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