Übernachtung und Verpflegung völlig kostenlos: Ein Bezirk in Tadschikistan lädt Gäste gratis ein

Übernachtung und Verpflegung völlig kostenlos: Ein Bezirk in Tadschikistan lädt Gäste gratis ein

In unserer heutigen, schnelllebigen Welt, in der Materialismus und Kommerz an erster Stelle stehen, ist es kaum zu glauben, dass es noch Orte echter Großzügigkeit gibt, die einen in Staunen versetzen. Im malerischen Bezirk «Ko‘histoni Mastchoh», eingebettet in die hohen Berge des benachbarten Tadschikistans, sind Übernachtungen, warme Mahlzeiten und Erholung für Reisende und Passanten völlig kostenlos. Jeder Reisende, der diesen Ort betritt, wird nie auf der Straße stehen gelassen – nachdem man die Einheimischen begrüßt hat, ist ihre erste Frage: «Haben Sie einen Schlafplatz?»

In diesem ganzen Bezirk gibt es kein einziges offizielles Hotel oder kostenpflichtiges Hostel, da dort schlichtweg kein Bedarf besteht. Jedes der fast viertausend Häuser in der Region hat sich freiwillig in ein Gästehaus mit offenen Türen verwandelt. Die uneigennützige Bewirtung von Fremden ist nicht nur eine vorübergehende Geste der Großzügigkeit, sondern ein heiliges Prinzip und eine feste Lebensweise, die von Generation zu Generation weitergegeben wird. Wie schaffen es die Bewohner von Mastchoh, bis zu 100 Gäste in einer Nacht unterzubringen, welche Bedeutung hat der alte Vers am Tor und was ist das Geheimnis des kostenlosen Tisches?

«Kein einziges Hotel»: 4000 Haushalte — 4000 kostenlose Unterkünfte

Ein erstaunliches Bild von Ordnung und Gastfreundschaft im Bergbezirk:

  • Kein Bedarf an Hotels: Jeder Reisende, der den Bezirk «Ko‘histoni Mastchoh» besucht, wird kein einziges kostenpflichtiges Hotel finden, da alle Türen für Fremde offen stehen;

  • Fast 4000 kostenlose Häuser: Jede der rund 4000 Familien im Bezirk empfängt einen fremden Reisenden wie einen Verwandten und bietet ihm uneigennützig einen Schlafplatz an;

  • Essen und Übernachtung nach Belieben: Reisende können so lange bleiben, wie sie möchten, und die Köstlichkeiten der lokalen Küche genießen – dafür wird keinerlei Bezahlung verlangt.

«Ein Tisch, der seit 1987 nicht abgeräumt wurde»: Das erstaunliche Geständnis eines Hausbesitzers

Ein Vermächtnis und Erbe, das von Generation zu Generation weitergegeben wird:

  • 39 Jahre ununterbrochen gedeckter Tisch: «Seit 1987 steht unser Tisch so gedeckt bereit. Egal wer kommt, selbst wenn es eine ganze Familie ist, empfangen und verabschieden wir sie gemäß unseren nationalen Traditionen mit Respekt und Ehre», sagt einer der Hausbesitzer;

  • Gäste aus allen Teilen der Welt: Der Hausbesitzer betont, dass Hunderte von Reisenden aus Russland, Pakistan, Indien, Kirgisistan sowie aus Usbekistan, aus den Städten Taschkent und Qarshi, in dieser kostenlosen Herberge zu Gast waren;

  • 60–100 Gäste in einer Nacht: «In unserem Haus ist Platz für bis zu 100 Personen gleichzeitig. Vor zwei Jahren kamen 60 Menschen auf einmal, wir haben alle mit Freude aufgenommen. Ich koche das Essen und den Tee selbst und bereite die Schlafplätze vor, meine Kinder und Schwiegertöchter helfen dabei», erzählt das Familienoberhaupt stolz.

Die Weisheit am Tor: «Geh nicht weiter, ohne deinen Anteil zu nehmen!»

Das Vermächtnis der Vorfahren und die innere Welt der Bewohner von Mastchoh:

  • Der historische Vers am Tor: Am Eingang des Hauses ist ein Gedicht eingraviert, das als Andenken an den Vater erhalten geblieben ist: «Barodaroni rahguzar. Nasibi giru badguzar. Pushaymoni xub nest. Niyat hamin bud az azal»;

  • Die heilige Bedeutung: Der Inhalt dieses Verses bedeutet: «Oh reisender Bruder, geh nicht an diesem Haus vorbei, ohne deinen Anteil (deine Gastfreundschaft) zu nehmen. Unsere Absicht war von Anfang an so, bereue es nicht, ohne Segen weitergezogen zu sein»;

  • Ein Beispiel für Verbundenheit und Brüderlichkeit: In einer kommerzialisierten Welt sind solche Werte, bei denen man Fremden sein Zuhause, sein Essen und sein Herz uneigennützig anbietet, der leuchtendste Gipfel der wahren Brüderlichkeit und Menschlichkeit unter den Völkern Zentralasiens.

Diese unschätzbare Tradition der Menschen von «Ko‘histoni Mastchoh» beweist der ganzen Welt erneut, dass Menschlichkeit, Gastfreundschaft und uneigennützige Hilfe über jedem Reichtum und Geld stehen.

Was denken Sie: Welche Tugend steckt dahinter, wenn im 21. Jahrhundert eine ganze Bezirksbevölkerung Fremden ohne kommerzielles Interesse kostenlos dient – ist es möglich, solche Werte auch in modernen Städten zu bewahren? Wie bewerten Sie die Haltung von Familien, die ihre Türen für Reisende öffnen, die Hunderte Kilometer zurückgelegt haben, und für bis zu 100 Menschen den Tisch decken können? Hinterlassen Sie Ihre Gedanken in den Kommentaren und teilen Sie diesen Artikel über dieses schöne und erstaunliche Beispiel von Menschlichkeit mit all Ihren Freunden und Reisebegeisterten!

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