Nikol Paschinjan stellt harte Bedingungen für die russische Militärbasis 102 in Gjumri

Ein brisanter politischer Streit ist entbrannt, der das geopolitische Gleichgewicht im Südkaukasus und im GUS-Raum grundlegend verändern könnte. Der armenische Premierminister Nikol Paschinjan äußerte sich vor Journalisten in beispielloser Deutlichkeit zur russischen Militärbasis Nr. 102, die in der Stadt Gjumri stationiert ist. „Wir haben dieses Thema nicht angesprochen, weil Russland ein befreundetes Land ist. Aber wir brauchen die russische Basis nicht! Wenn sie wollen, können sie die Basis morgen abziehen. Wenn sie sie behalten wollen, sind wir bereit, die Bedingungen für den Verbleib von etwas, das wir nicht brauchen, in Armenien neu zu verhandeln! Was ist an dieser Position unverständlich?“, betonte der armenische Regierungschef nachdrücklich.
Paschinjan führte weiter aus, dass die Grenzkonflikte im September 2022 in der Praxis gezeigt hätten, dass die russische Militärpräsenz nichts zur Sicherheit Armeniens beitrage. Diese scharfen Äußerungen begannen nach dem Gipfeltreffen der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SOZ) in Bischkek: Russlands Präsident Wladimir Putin hatte erklärt, wenn die Basis nicht benötigt werde, könne Moskau „schon morgen gehen“ und werde nichts erzwingen. Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, hatte zuvor erklärt, dass die Basis in Gjumri eine Säule der Sicherheit für den gesamten Südkaukasus sei und es keine Alternative dazu gebe.
Wird Paschinjan also den mutigen Schritt wagen, die russische Basis zu vertreiben? Welche westlichen Garantien stehen hinter dieser Rhetorik Jerewans, und verliert Russland seine letzte feste Bastion im Südkaukasus?
„Trägt nichts zu unserer Sicherheit bei“: Paschinjans 4 Hauptforderungen
Wichtige Positionen, die vom armenischen Premierminister offengelegt wurden:
„Wir brauchen die Basis nicht“: Obwohl Paschinjan offiziell noch kein Verfahren zum Abzug der 102. Militärbasis eingeleitet hat, erklärte er offen, dass Jerewan keine lebensnotwendige Notwendigkeit für dieses Kontingent sehe;
„Wenn sie wollen, sollen sie morgen gehen“: Er teilte mit, dass das offizielle Jerewan den Abzug keinesfalls behindern oder Einwände erheben werde, falls Moskau sich dazu entschließe;
Forderung nach Neuverhandlung der Bedingungen: Wenn Russland seine Basis in Armenien behalten möchte, ist Jerewan bereit, die „Bedingungen für den Verbleib dieses für das Land unnötigen Objekts“ auf der Grundlage neuer Anforderungen neu zu verhandeln;
Die Lektion vom September 2022: Der Premierminister verwies auf die militärischen Zusammenstöße mit Aserbaidschan im September 2022 und stellte offen fest, dass die russische Basis und die OVKS die armenischen Grenzen nicht schützen konnten.
Moskaus Antwort: Putins Warnung und Sacharowas Erklärung
Die offizielle Reaktion des Kremls und des russischen Außenministeriums auf diesen Streit:
Wladimir Putins Position in Bischkek: Der russische Präsident hatte auf der Pressekonferenz nach dem SOZ-Gipfel am 1. September erklärt, dass Russland niemandem seine militärische Präsenz aufzwinge und die russischen Truppen „schon morgen abziehen könnten“, falls Armenien dies verlange;
Sacharowas Definition als „Sicherheitssäule“: Die offizielle Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, betonte, dass Moskau sich strikt an Vereinbarungen halte und die 102. Basis eine Hauptsäule der Stabilität in Armenien und im Südkaukasus sei;
Fehlende Alternativen: Die russische Diplomatie wies darauf hin, dass es derzeit keine reale und effektive alternative Kraft zur Militärbasis in Gjumri gebe.
Geopolitische Wende: Beginnt der Rückzug aus dem Kaukasus?
Analytische Schlussfolgerungen internationaler Experten und Politikwissenschaftler zu diesem Konflikt:
Prozess der Loslösung von der OVKS: Armeniens faktisches Einfrieren der Teilnahme an der OVKS und die Einstufung der Basis in Gjumri als „unnötig“ zeigen, dass Jerewan den russischen militärischen Orbit vollständig verlässt;
Schritte in Richtung Westen und Europäische Union: Die Regierung Paschinjan versucht, sich in Sicherheitsfragen stärker auf Frankreich, die USA und europäische Beobachter zu stützen;
Regionale Schwächung: Sollte die russische 102. Basis aus Armenien abgezogen werden, könnte dies das Ende des über Jahrzehnte gewachsenen militärischen Einflusses Moskaus im Kaukasus bedeuten.
Dieser offene diplomatische Demarche zwischen Nikol Paschinjan und dem Kreml zeigt, dass der Südkaukasus in eine neue geopolitische Konfiguration eintritt und die armenisch-russischen Beziehungen eine historische Bewährungsprobe durchlaufen.
Glauben Sie, dass Russland auf Verlangen Armeniens seine Militärbasis in Gjumri tatsächlich abziehen wird, oder können sich beide Seiten auf neue Bedingungen einigen? Wird der Abzug des russischen Militärkontingents die Sicherheit Armeniens stärken oder die Region in einen neuen Konfliktstrudel ziehen? Hinterlassen Sie Ihre analytischen Gedanken in den Kommentaren und teilen Sie diese Analyse der historischen Ereignisse im Südkaukasus mit allen Politikinteressierten und Ihren Freunden!


















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