Schawkat Mirsijojew, Wladimir Putin und regionale Staatschefs treffen sich in Turkmenistan

Die Region Zentralasien entwickelt sich zu einem neuen Zentrum für bedeutende internationale politische Dialoge. Der Präsident der Russischen Föderation Wladimir Putin reiste am 8. Oktober zu einem zweitägigen offiziellen Besuch nach Turkmenistan. Im Rahmen dieses Besuchs finden in Aschgabat zwei große Konferenzen statt: der Rat der Staatschefs der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) und der Kaspische Ökologie-Gipfel.
Der bevorstehende GUS-Gipfel findet im Jubiläumsjahr der Gemeinschaft statt – im Dezember dieses Jahres feiert die Organisation ihr 35-jähriges Bestehen. Diese diplomatische Woche, die vom turkmenischen Präsidenten Serdar Berdimuhamedow, der den Status eines assoziierten Mitglieds innehat, ausgerichtet wird, ist von großer Bedeutung für die regionale Sicherheit und wirtschaftliche Integration.
Alle Staatschefs an einem Tisch: Wer nimmt am Gipfel teil?
Es wird erwartet, dass die Staatschefs aller 9 Mitgliedsstaaten der Gemeinschaft in voller Besetzung am Jubiläumsgipfel teilnehmen:
Teilnehmerliste: Der Präsident von Usbekistan Schawkat Mirsijojew, der russische Präsident Wladimir Putin, der aserbaidschanische Präsident İlham Əliyev, der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko, der kasachische Präsident Qassym-Schomart Toqajew, der kirgisische Präsident Sadyr Dschaparow, der tadschikische Präsident Emomali Rahmon sowie der armenische Premierminister Nikol Paschinjan;
Ein historischer erster Schritt: Zum ersten Mal in der Geschichte der GUS wurde der Präsident der Islamischen Republik, Masud Peseschkian, zu einem Treffen in erweiterter Zusammensetzung eingeladen. Er wird auch am Kaspischen Ökologie-Gipfel teilnehmen;
Programmablauf: Während der erste Besuchstag, der 8. Oktober, aus kulturellen Veranstaltungen und ersten Vorgesprächen besteht, fällt der Hauptarbeitstag auf den 9. Oktober.
Dokumente und Tagesordnung: Welche Schwerpunkte werden gesetzt?
Bei dem Treffen am 9. Oktober werden die Staatschefs die Ergebnisse der multilateralen Zusammenarbeit bilanzieren und künftige Prioritäten festlegen:
Kooperationspakete: Im Rahmen des Gipfels werden wichtige Dokumente verabschiedet, die auf die Stärkung der Strafverfolgung, der Informationssicherheit, den Ausbau kulturell-humanitärer Beziehungen sowie die außenpolitische Koordinierung abzielen;
Regionale und internationale Fragen: Vor dem Hintergrund globaler Instabilität werden die Staatschefs die wirtschaftliche Stabilität innerhalb der GUS und die Sicherheit der Grenzen erörtern.
Kaspischer Ökologie-Gipfel: Die Gefahr der Austrocknung und die Debatte der „Fünfergruppe“
Parallel zur GUS-Sitzung wird ein wichtiges ökologisches Forum unter Beteiligung der Staatschefs der Anrainerstaaten des Kaspischen Meeres – Russland, Turkmenistan, Aserbaidschan, Iran und Kasachstan – organisiert:
Die größte Bedrohung – Austrocknung: Im Mittelpunkt der ökologischen Konferenz stehen der drastische Rückgang des Meeresspiegels, der Schutz der natürlichen Umgebung des Beckens und die Gewährleistung der ökologischen Sicherheit;
Kooperationsmechanismus: Wie der Kreml-Vertreter Juri Uschakow feststellte, wird die „Kaspische Fünfergruppe“ praktische Schritte zur Wahrung des Friedens in der Region und zum Schutz der Bioressourcen prüfen.
Treffen hinter den Kulissen: Gespräch mit Peseschkian und informelle Dialoge
Am Rande des Gipfels sind auch eine Reihe wichtiger bilateraler Verhandlungen geplant:
Dialog zwischen Iran und Russland: Am 9. Oktober findet ein persönliches Treffen zwischen Wladimir Putin und dem iranischen Präsidenten Masud Peseschkian statt. Dabei werden die eskalierte militärisch-politische Lage im Nahen Osten sowie bilaterale Projekte erörtert;
Beziehungen zu anderen Staatschefs: Obwohl kein separates offizielles Treffen mit dem armenischen Premierminister Paschinjan geplant ist, sind informelle „Stehgreif“-Gespräche oder kurze Verhandlungen während eines Arbeitsessens im Rahmen des Gipfels nicht ausgeschlossen.
Diese beiden großen Gipfeltreffen in Aschgabat entwickeln sich zu einer strategischen Plattform, die die Zukunft Zentralasiens, des Kaukasus und des Kaspischen Beckens in einer komplexen geopolitischen Lage beeinflusst, welche die regionale Solidarität auf die Probe stellt.

















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