1003 Lkws ohne Kontrolle und verkaufte Staatsgeheimnisse: Große Korruption in Kasachstan

1003 Lkws ohne Kontrolle und verkaufte Staatsgeheimnisse: Große Korruption in Kasachstan

Das spezialisierte zwischenbezirkliche Strafgericht von Astana hat ein endgültiges Urteil in einem großen Korruptionsfall gefällt, der die nationale Sicherheit und die wirtschaftlichen Interessen des Staates schwer geschädigt hat. Ein ehemaliger hochrangiger Beamter mit dem Nachnamen R., der als Leiter der Abteilung für Staatseinnahmen in der Region Westkasachstan tätig war, wurde wegen Annahme von Bestechungsgeldern in besonders schwerem Ausmaß für schuldig befunden und zu 10 Jahren Haft verurteilt.

Aus den Gerichts- und Ermittlungsunterlagen geht hervor, dass der Beamte einen systematischen Kanal eingerichtet hatte, um Tausende von Schwerlastfahrzeugen ohne jegliche Kontrolle illegal über die Grenzkontrollpunkte zu schleusen.

1.003 Lkws und 100 Millionen Tenge „Servicegebühr“

Die Details des im Rahmen des Strafverfahrens aufgedeckten Schemas lauten wie folgt:

  • „Grüne Spur“-Vertrag: Der ehemalige Beamte verschwor sich mit einem Staatsbürger der Russischen Föderation, um über die Grenzkontrollpunkte der Region insgesamt 1.003 Großraum-Lkws den ungehinderten Durchgang ohne jegliche Zoll- und Steuerkontrollen zu ermöglichen;

  • Bestechung in besonders schwerem Ausmaß: Für diese illegale Schirmherrschaft und die „Schattenkontrolle“ an der Grenze erhielt der ehemalige Beamte insgesamt 100 Millionen Tenge (ca. 221.000 US-Dollar) an Bestechungsgeldern;

  • Verkauf von Dienstgeheimnissen: Darüber hinaus gab er geheime Datenbankinformationen über verdächtige Unternehmen, die im staatlichen „Risikomanagementsystem“ erfasst waren, an seine kriminellen Partner weiter und gab Anweisungen, wie die Kontrollen zu umgehen seien.

Strafe für den Vermittler, Einziehung und lebenslanges Verbot

Auch die Person, die an der Geldübergabe in dieser kriminellen Kette beteiligt war, kam nicht ungeschoren davon:

  • 1,5 Jahre Haft für den Vermittler: Eine Person namens K., die Millionen Tenge an den Beamten übermittelte, erhielt für ihre Dienste 24,8 Millionen Tenge. Das Gericht verurteilte sie zu 1 Jahr und 6 Monaten Freiheitsentzug;

  • Eidbruch als erschwerender Umstand: Das Gericht wertete den vorsätzlichen Bruch des Amtseides durch den ehemaligen Beamten als strafverschärfenden Umstand;

  • Einziehung und lebenslanges Verbot: Gemäß dem Urteil wird das gesamte durch kriminelle Handlungen erworbene Vermögen beider Verurteilten zugunsten des Staates eingezogen, und sie wurden lebenslang für den öffentlichen Dienst gesperrt.

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