date

Inhaftierte Jugendliche werden in digitalen Berufen und Sprachen geschult

Ab dem 1. Juni 2026 wird in Usbekistan ein neues Bildungssystem für Jugendliche eingeführt, die ihre Strafe in Justizvollzugsanstalten verbüßen. Zunächst wird diese Initiative in Einrichtungen in der Stadt Taschkent sowie in den Regionen Navoi und Kaschkadaryo umgesetzt.

Das Hauptziel dieses Projekts besteht darin, inhaftierten Jugendlichen modernes Wissen und praktische Fähigkeiten zu vermitteln, um sie bei der Wiedereingliederung in die Gesellschaft und beim Einstieg in den Arbeitsmarkt nach ihrer Entlassung zu unterstützen. Mit anderen Worten: Dieses System ist ein wichtiger Schritt, um jungen Menschen eine zweite Chance zu geben.

Gemäß der Gesetzgebung werden die Kurse auf der Grundlage von 8- bis 12-monatigen Intensivprogrammen organisiert. Der Unterricht findet direkt in den Justizvollzugsanstalten statt. Dies schafft die Voraussetzungen dafür, dass die Jugendlichen ihre Zeit während der Haft effektiv nutzen, einen Beruf erlernen und sich auf die Zukunft vorbereiten können.

Im Rahmen des Programms werden den Jugendlichen gefragte digitale Berufe vermittelt. Insbesondere werden Schulungen in den Bereichen Programmierung, Computerkenntnisse, digitale Technologien, IT und andere moderne Berufsfelder angeboten. Angesichts der steigenden Nachfrage nach solchen Fähigkeiten auf dem heutigen Arbeitsmarkt gewinnt diese Initiative zusätzlich an Bedeutung.

An den Kursen nehmen Jugendliche teil, die wegen Straftaten mit geringer sozialer Gefährdung sowie wegen weniger schwerer oder schwerer Straftaten inhaftiert sind. Ziel ist es, eine Grundlage dafür zu schaffen, dass sie in Zukunft einen Beruf ausüben, durch ehrliche Arbeit ein Einkommen erzielen und nicht erneut straffällig werden.

Das Programm beschränkt sich nicht nur auf digitale Berufe. Die Jugendlichen erhalten auch die Möglichkeit, Fremdsprachen zu erlernen. Geplant sind unter anderem Kurse in Englisch, Russisch, Chinesisch und anderen Sprachen. Sprachkenntnisse erweitern die Möglichkeiten, im IT-Sektor zu arbeiten, mit ausländischen Unternehmen zusammenzuarbeiten und Fernarbeit zu finden.

Heutzutage entwickeln sich digitale Berufe und der Markt für Fernarbeit weltweit rasant. Daher kann die Ausbildung inhaftierter Jugendlicher in diesen Bereichen ihnen einen neuen Lebensweg eröffnen. Es geht nicht nur um Wissensvermittlung, sondern darum, den Menschen in die Gesellschaft zurückzuführen und ihm Vertrauen sowie praktische Chancen zu geben.

Nach Abschluss der Kurse erhalten die Jugendlichen, die die Programme erfolgreich absolviert haben, spezielle Zertifikate. Diese Dokumente können für ihre spätere Arbeitssuche, den Beginn einer beruflichen Laufbahn oder die Umsetzung eigener Projekte von großer Bedeutung sein.

Experten zufolge wird ein solches System die pädagogische Arbeit in Justizvollzugsanstalten auf eine neue Stufe heben. Denn es ist wichtig, den Menschen nicht nur zu bestrafen, sondern ihm auch Wissen, einen Beruf und Möglichkeiten zum Neuanfang zu geben.

Kurz gesagt: Ab dem 1. Juni 2026 werden inhaftierte Jugendliche in den Justizvollzugsanstalten in Taschkent, Navoi und Kaschkadaryo in digitalen Berufen und Fremdsprachen geschult. Durch Programmierung, IT, Computerkenntnisse und das Erlernen von Sprachen erhalten sie die Chance, nach ihrer Entlassung ein neues Leben zu beginnen. Wenn dieses Projekt erfolgreich umgesetzt wird, kann es dazu dienen, das Schicksal mancher Menschen neu zu starten.

Ctrl
Enter
Fehler gefunden?
Markieren Sie den Text und drücken Sie Strg+Enter
Information
Benutzer der Gruppe Gast dürfen diese Veröffentlichung nicht kommentieren.
Nachrichten » Gesellschaft » Inhaftierte Jugendliche werden in digitalen Berufen und Sprachen geschult