Steht Argentinien wieder vor dem Abgrund? Messi trifft auf die „Beton-Abwehr“ der Schweiz!

Heute Nacht endet das Viertelfinale der Fußball-Weltmeisterschaft. In einem der mit Spannung erwarteten Top-Spiele trifft der amtierende Weltmeister Argentinien auf die Schweiz, eine der diszipliniertesten und unangenehmsten Mannschaften des Turniers. Der Sieger dieses Duells trifft im Halbfinale auf den Gewinner der Partie England gegen Norwegen.
Zamin.uz präsentiert die wichtigste Analyse vor diesem dramatischen taktischen Schlagabtausch in Kansas City.
Zeit und Ort des Spiels:
Spiel: Argentinien – Schweiz
Datum und Uhrzeit: 12. Juli, 06:00
Stadion: Arrowhead Stadium (Kansas City)
Argentiniens willensstarke Comebacks und gefährliche Lücken in der Abwehr
Zu Beginn des Turniers waren viele damit beschäftigt, Theorien zu verbreiten, dass Argentinien eine leichte Gruppe und einen bequemen Weg in die K.o.-Runde erhalten habe. Das Team hatte in der Gruppenphase gegen Gegner wie Algerien, Österreich und Jordanien tatsächlich keine Probleme und zog mit einer 100-Prozent-Bilanz weiter. Doch mit Beginn der K.o.-Phase standen die Champions vor echten Prüfungen:
Spiel gegen Kap Verde (Achtelfinale): Der Turnierdebütant wurde unerwartet zur ersten ernsthaften Hürde für den amtierenden Meister. Die Inselbewohner leisteten dem namhaften Gegner in der regulären Spielzeit erbitterten Widerstand, und Argentinien konnte den 3:2-Sieg erst in der Verlängerung sichern.
Drama gegen Ägypten (Achtelfinale): Dieses Spiel ist bereits in die Geschichte der Weltmeisterschaft eingegangen. Die „Albiceleste“ lag bis zur 79. Minute mit 0:2 zurück. Erst drei Tore kurz vor Spielende bescherten dem Team einen wundersamen und willensstarken Sieg.
Einerseits stärken solche Comebacks das Selbstvertrauen der Spieler. Andererseits wurden die Probleme in der Defensive der Mannschaft von Lionel Scaloni deutlich sichtbar. Argentinien spielt offensiv und lässt den Gegnern viele Möglichkeiten. Insbesondere die hoch stehende Abwehrreihe führt zu gefährlichen Vorstößen in den eigenen Strafraum. Wenn Lionel Messi nicht seine Top-Form beibehalten hätte, wäre dieses Team bereits aus dem Turnier ausgeschieden.
Schweiz – der traditionelle Favoritenschreck
Die Schweizer Nationalmannschaft hingegen erreichte das Viertelfinale durch ein extrem geordnetes und diszipliniertes Defensivspiel.
Im Achtelfinale neutralisierten die Europäer die schnellen Stürmer Kolumbiens fast zwei Stunden lang komplett. Die Schweiz ließ den Gegner nicht ins Spiel kommen, gewann im Elfmeterschießen und zog zum ersten Mal seit 1954 in ein WM-Viertelfinale ein.
Die Schweiz ist seit jeher der unangenehmste Gegner für die Großen. Dieses Team hinterlässt vielleicht keinen glanzvollen Eindruck, aber es versteht es meisterhaft, die Stärken des Gegners zu neutralisieren.
Wiederholt sich der Horror von 2014?
Wenn man über das Aufeinandertreffen dieser beiden Teams spricht, erinnert man sich unweigerlich an die Weltmeisterschaft 2014. Damals hatte Argentinien ebenfalls Mühe, die Schweizer Hürde zu überwinden, und schaffte es nur dank eines Tores von Angel Di Maria in der 118. Minute. Auch in diesem Spiel hatten die Europäer das Mittelfeld „einbetoniert“ und Argentinien dazu gezwungen, sich nur auf individuelle Klasse zu verlassen.
Die argentinische Nationalmannschaft fühlt sich in offenen Spielen mit vielen Kontern wohl, hat aber immer große Probleme gegen „Bus-Teams“, die den Ball komplett dem Gegner überlassen und defensiv agieren. Die Schweiz ist genau ein solcher Gegner.
Fazit: Argentinien ist in diesem Turnier zweimal dem Abgrund entkommen (gegen Kap Verde und Ägypten war nur der Qualitätsunterschied entscheidend). Nun steht ihnen ein echtes taktisches Team gegenüber, das weiß, wie man Favoriten stoppt. Es hat sich gezeigt, dass die Stabilität der Scaloni-Elf nicht sehr tief ist. Doch Argentinien hat Messi, und diese ultimative Waffe hat in diesem Turnier noch nicht ihr letztes Wort gesprochen.


















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