Oleksandr Usyk besiegt Rico Verhoeven in einem dramatischen Kampf

Die Augen der Boxfans weltweit waren auf Ägypten gerichtet, an den Fuß der prächtigen Pyramiden von Gizeh, den geheimnisvollsten Monumenten der Menschheitsgeschichte. Der lang erwartete, sensationelle Super-Kampf im Profiboxen ist beendet. Der unumstrittene Schwergewichtsweltmeister, der legendäre Ukrainer Oleksandr Usyk, besiegte den Kickbox-König Rico Verhoeven in einem intensiven und umstrittenen Kampf und verteidigte seine Goldgürtel erneut erfolgreich.
Das Duell verlief nach einem so unerwarteten Szenario, dass Oleksandr Usyk zum Zeitpunkt des Abbruchs auf der Punktzettel eines der Kampfrichter zurücklag. Bemerkenswert ist, dass der riesige Niederländer Rico Verhoeven, der erst seinen zweiten Profiboxkampf bestritt, über weite Strecken des Kampfes auf Augenhöhe mit dem Champion agierte. Er führte auf der Punktkarte eines der drei Kampfrichter.
Drama in der 11. Runde: K.o. eine Sekunde vor Schluss
Die entscheidende Situation ereignete sich in den letzten Sekunden der 11. Runde. Usyk erhöhte den Druck und schickte Rico mit einem schnellen und unerwarteten rechten Uppercut zu Boden (Knockdown). Obwohl Verhoeven es durch schiere Willenskraft schaffte, vor Ende des Anzählens wieder aufzustehen, entschied der Ringrichter, den Kampf eine Sekunde vor Rundenende zu stoppen und wertete ihn nach einer Schlagserie von Usyk als technischen K.o.
Nach dem Kampf würdigte der faire ukrainische Champion den Mut seines Gegners:
„Rico, du bist wirklich ein großartiger Kämpfer. Das war einer der härtesten, aber auch schönsten Kämpfe meiner Karriere“, sagte Oleksandr Usyk.
Der unterlegene Verhoeven verbarg seine Unzufriedenheit mit der Entscheidung des Ringrichters nicht:
„Meiner Meinung nach hat der Ringrichter den Kampf zu früh abgebrochen. Natürlich treffe ich nicht die letzte Entscheidung im Ring. Aber der Ringrichter wusste, dass nur noch Sekunden in der Runde übrig waren; er hätte mir die Chance geben sollen, bis zum Ende zu kämpfen und mich zu verteidigen“, betonte der niederländische Athlet.
Peter Fury: „Der Kampf wurde zu früh abgebrochen“
Peter Fury, der erfahrene Trainer in der Ecke von Rico Verhoeven und Onkel des Schwergewichts-Stars Tyson Fury, kritisierte die Entscheidung des Ringrichters ebenfalls scharf:
„Ja, ich gebe zu, Rico war sehr müde, schließlich war es die 11. Runde eines Schwergewichtskampfes. Vielleicht hätte er die letzte 12. Runde gar nicht mehr erreicht. Aber wie dem auch sei, ich halte den Abbruch des Kampfes in genau dieser Sekunde für eine verfrühte und falsche Entscheidung“, sagte der renommierte Experte.
Dennoch lag die Initiative in den ersten Runden vollständig bei Verhoeven. Von den ersten Minuten an war er aktiver im Ring und bereitete dem amtierenden Weltmeister mit seinen präzisen und schweren Schlägen ernsthafte Probleme. Mit zunehmender Rundenzahl übernahm der erfahrene Usyk jedoch die Kontrolle und gewann mit seinen typischen Uppercuts und kraftvollen linken Cross-Schlägen die Oberhand zurück.
Dennoch blieb der niederländische Herausforderer bis zum Ende der neunten Runde gefährlich und wettbewerbsfähig und wirkte in einigen Episoden aktiver und bedrohlicher als Oleksandr. Doch der Champion bewies seinen Status – in den letzten Runden steigerte er den physischen Druck und sicherte sich einen entscheidenden Sieg in diesem historischen Aufeinandertreffen. Diese unvergessliche Nacht an den Pyramiden hat ihren festen Platz in der Boxgeschichte sicher.
Glauben Sie, dass der Ringrichter eine Sekunde vor Schluss zu voreilig gehandelt hat oder hat er Rico Verhoeven vor einer schweren Verletzung bewahrt?
Lesen Sie „Zamin“ auf Telegram!