Zerschlagung der Aisuru- und Kimwolf-Botnetze konnte DDoS-Angriffe nicht stoppen

Cybersicherheitsexperten stellen fest, dass die Zerschlagung der Aisuru- und Kimwolf-Botnetze nicht die erwarteten langfristigen Ergebnisse gebracht hat. Trotz der Neutralisierung dieser Netzwerke, die über 3 Millionen Geräte kontrollierten, durch internationale Strafverfolgungsbehörden Ende März 2026, hat sich die Situation bezüglich DDoS-Angriffen in Russland kaum verändert. Dies berichtet Ixbt.com Bericht .
Laut den Analysedaten von StormWall wurde im April ein Rückgang der Aktivität um 26 % verzeichnet, während im Mai ein starker Anstieg festgestellt wurde. Die Anzahl der Angriffe stieg im Vergleich zum März um 94 %, was darauf hindeutet, dass Cyberkriminelle ihre Kapazitäten schnell wiederhergestellt haben. Obwohl die Gesamtzahl der Angriffe auf Anwendungsebene (L7) zurückging, nahm ihre Spitzenleistung erheblich zu.
Hacker haben ihre Taktik geändert und sind zu massiven, kurzzeitigen Schlägen übergegangen. Die Anzahl der Angriffe mit einer Dauer von bis zu 15 Minuten stieg um mehr als das 30-Fache. Im Mai wurden 121 große Angriffe mit über 100.000 Anfragen pro Sekunde registriert, ein Rekordwert der letzten drei Monate. Gleichzeitig hat sich auch die Geografie der Bot-Traffic-Quellen verändert.
Die Philippinen, Vietnam und Russland gehören nun zu den Top-five-Quellen für Bot-Traffic. Angriffe von philippinischen IP-Adressen nahmen um 959 % zu, solche aus Vietnam um 750 %. Laut Ramil Khantimirov, Gründer von StormWall, hat die Zerschlagung großer Botnetze den Gruppen zwar geschadet, konnte die Hacker jedoch nicht an einer schnellen Neuformierung hindern.
Experten prognostizieren, dass sowohl die Anzahl als auch die Stärke von DDoS-Angriffen in Zukunft weiter zunehmen werden. Die USA und Brasilien bleiben führend bei den Angriffsquellen, was darauf hindeutet, dass ein Teil der gefährlichen Infrastruktur noch immer aktiv ist.















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