US-Armee verbraucht jährliches Limit für künstliche Intelligenz in nur einem Monat

US-Armee verbraucht jährliches Limit für künstliche Intelligenz in nur einem Monat

Kurz nachdem bekannt gegeben wurde, dass Angehörige der US-Armee uneingeschränkten Zugriff auf künstliche Intelligenz erhalten, trat ein unerwartetes Problem auf. Militärangehörige und Mitarbeiter verbrauchten den gesamten Jahresvorrat an Tokens für AI-Systeme in nur einem Monat. Diese Situation zeigt, dass die Nachfrage nach moderner Technologie im Pentagon-System zehnmal höher ist als erwartet. Dies berichtet Ixbt.com berichtet .

Aus internen Dokumenten, die dem Magazin Wired vorliegen, geht hervor, dass das Amt für Informationstechnologie der US-Armee (Army CIO) im Mai die Aufhebung der Beschränkungen angekündigt hatte. Mitte Juni war der zentralisierte Token-Pool jedoch völlig erschöpft. Infolgedessen sah sich die Führung gezwungen, die vorherigen Beschränkungen umgehend wieder einzuführen.

Ask Sage Plattform und unerwartete Aktivität

Das Militär nutzt die Unternehmensplattform Ask Sage, die große Sprachmodelle wie ChatGPT, Gemini und Llama integriert. Mit diesem System automatisierten die Mitarbeiter tägliche Aufgaben wie administrative Tätigkeiten, die Bearbeitung von Stellenbeschreibungen und die Personalklassifizierung. Ursprünglich wurden jedem Nutzer 200.000 Tokens pro Monat zugeteilt, und weniger aktive Nutzer wurden sogar aufgefordert, aktiver zu sein.

Berichten zufolge umfasste das jährliche Unternehmensabonnement von Ask Sage 100 Millionen Tokens (ein Token entspricht etwa 3,7 Textzeichen). Der massenhafte Umstieg der Mitarbeiter auf AI entleerte diese riesige Reserve jedoch innerhalb weniger Wochen. Das System wird weiterhin genutzt, aber ob nach dem 1. Oktober neue Reserven bereitgestellt werden, bleibt fraglich.

Die Rolle der künstlichen Intelligenz bei Militäroperationen

Der Einsatz künstlicher Intelligenz im Rahmen des Pentagons hat ein noch erstaunlicheres Ausmaß erreicht. Laut Breaking Defense gab das US-Militär während der 38-tägigen Operation Epic Fury gegen den Iran durchschnittlich 20 Milliarden Tokens pro Tag aus. Diese Zahl bestätigt, dass generative künstliche Intelligenz mittlerweile nicht mehr nur ein Hilfsmittel, sondern eine strategische Waffe wird.

Das US-Verteidigungsministerium baut den Umfang der Implementierung künstlicher Intelligenz weiter aus. Insbesondere komplexe Aufgaben, die früher manuell von Spezialisten durchgeführt wurden, werden nun Algorithmen übertragen:

  • Bewertung von Risiken für Zivilisten in Kampfgebieten;
  • Sortieren großer Mengen von Geheimdienstdaten;
  • Optimierung von Logistikketten und Ressourcenverteilung;
  • Automatisierte Analyse von Personalverwaltungsdokumenten.
Ein Sprecher der US-Armee betonte, dass der Übergang von Pilotprojekten zur flächendeckenden Nutzung bewiesen habe, wie groß der Bedarf an solchen Werkzeugen sei. Nun arbeitet die Führung an der Entwicklung neuer, strengerer Mechanismen zur Verwaltung des Unternehmens-Token-Pools.

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