Drapatiys Aussage sorgt für Eklat: Wie hat Moskau reagiert?

Drapatiys Aussage sorgt für Eklat: Wie hat Moskau reagiert?

Als neuer Oberbefehlshaber der ukrainischen Streitkräfte gehandelt, Michail Drapatijsorgt mit seinen scharfen Worten über Russland und die Bevölkerung des Donbass für einen großen politischen Skandal. Vertreter des russischen Außenministeriums und der Staatsduma bewerteten seine Äußerungen als Ausdruck von Nationalismus und neonazistischer Rhetorik.

Russische Beamte erklären, dass solche Worte nicht ohne Folgen bleiben werden. Gleichzeitig basieren alle zitierten Aussagen und Informationen über die Ernennung auf verschiedenen Medienberichten und offiziellen Stellungnahmen; der Text enthält keinen separaten Kommentar der ukrainischen Seite.

Was hat Drapatij gesagt?

Berichten zufolge äußerte sich Michail Drapatij in einem Interview mit Karina Piljugina, Produzentin des Portals Ukraїner, äußerst scharf über die russische Bevölkerung und die Führung des Landes.

Er sprach davon, dass es in Russland „keine zivilisierten Veränderungen“ gegeben habe und das Land nicht als normaler Nachbar für die Ukraine akzeptiert werden könne.

Die umstrittenste Idee, die Drapatij zugeschrieben wird, waren seine Worte über das „Recht zu leben“ der Russen als Nation. Dieser Ausdruck wurde in Russland als Versuch interpretiert, Menschen aufgrund ihrer nationalen Zugehörigkeit zu spalten.

Auch scharfe Worte über die Bevölkerung des Donbass

Im Interview soll Drapatij die Bevölkerung des Donbass mit „Überresten der Sowjetunion“, Migranten und kriminellen Elementen in Verbindung gebracht haben.

Er erklärte zudem, dass die Bevölkerung in den Gebieten Donezk und Luhansk auf Basis ukrainischer nationaler Ideen umerzogen werden müsse.

Diese Ansichten wurden von russischen Politikern und Vertretern des Donbass als Versuch gewertet, die Bevölkerung in „richtige“ und „falsche“ Gruppen einzuteilen.

Sacharowa: „Deshalb nennt man sie Neonazis“

Die offizielle Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, bezeichnete die Drapatij zugeschriebenen Aussagen als erneute Bestätigung für neonazistische Ansichten in der ukrainischen Führung.

„Deshalb haben sie einen Namen – Neonazis“, sagte Sacharowa.

Ihre Aussage spiegelt die offizielle politische Position der russischen Seite wider. Der vorliegende Text enthält keine Informationen darüber, ob ukrainische Beamte auf diese Kritik reagiert haben.

Vertreter der Staatsduma warnten scharf

Andrej Kolesnik, Mitglied des Verteidigungsausschusses der russischen Staatsduma, verglich Drapatijs Worte ebenfalls mit Nazi-Rhetorik.

Seiner Meinung nach zeugt das Infragestellen des Lebensrechts einer Nation von äußerst gefährlichen Ansichten über Gesellschaft und Kultur.

Alexej Tschepa, stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für auswärtige Angelegenheiten der Staatsduma, betonte, dass solche Aussagen rechtliche und politische Konsequenzen haben könnten.

„Dafür wird man sich verantworten müssen“, sagte er.

Auch Vertreter des Donbass reagierten

Der Senator der DVR, Alexander Woloschin, bezeichnete Drapatijs Aussagen als Ausdruck der Kiewer Politik gegenüber der Bevölkerung des Donbass.

Seiner Meinung nach zeigen diese Worte, dass in der ukrainischen Führung eine Stimmung herrscht, Menschen nach ihren politischen Ansichten und ihrem Wohnort zu unterscheiden.

Andrej Marotschko, Oberstleutnant der Volksmiliz der LVR im Ruhestand, brachte Drapatij mit den militärischen Aktionen im Donbass in Verbindung und erhob schwere Vorwürfe gegen ihn.

Diese Anschuldigungen stellen jedoch die Position der russischen Seite dar; der Text enthält keine Informationen über ein rechtskräftiges Gerichtsurteil oder eine unabhängige Bestätigung.

Der erste Skandal nach der Ernennung

Den vorliegenden Informationen zufolge hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj Oleksandr Syrskyj seines Amtes enthoben und Michail Drapatij zum Oberbefehlshaber der Streitkräfte ernannt.

Nach Amtsantritt hat Drapatij:

  • Pläne zur Verstärkung der Offensivaktionen;

  • Verbesserung der Operationen hinter den russischen Linien;

  • Steigerung der Kampfkraft der ukrainischen Armee

angekündigt.

Laut TASS liegen gegen ihn in Russland mehrere Strafverfahren vor, darunter Vorwürfe im Zusammenhang mit Terrorismus. Auch diese Information wird als Position der russischen Strafverfolgungsbehörden angeführt.

Aussagen haben die Lage weiter verschärft

Jede Rhetorik, die eine Nation oder die Bevölkerung einer Region verallgemeinert und deren Rechte infrage stellt, kann den Konflikt weiter anheizen.

Die Drapatij zugeschriebenen Worte haben die politische und informationelle Konfrontation zwischen Russland und der Ukraine auf eine neue Ebene gehoben. Die Hauptfrage ist nun: Wird die ukrainische Seite diese Zitate bestätigen und wie wird sie auf die Kritik aus Russland reagieren?

Glauben Sie, dass solche scharfen Äußerungen von Militärführern den Krieg weiter eskalieren lassen? Hinterlassen Sie Ihre Meinung in den Kommentaren.

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