United Airlines und Rolls-Royce in 175-Millionen-Dollar-Streit

Ein Konflikt zwischen einer der weltweit größten Fluggesellschaften, United Airlines, und dem britischen Triebwerkshersteller Rolls-Royce eskaliert. United Airlines CEO Scott Kirby kritisierte Rolls-Royce scharf und betonte, dass das Unternehmen Aufträge nicht aufgrund von Produktqualität, sondern wegen mangelnder Konkurrenz gewinne. Dies berichtet Ixbt.com berichtet .
Auf der Jahreskonferenz der International Air Transport Association (IATA AGM 2026) in Rio de Janeiro ging Kirby auf die Situation rund um den Airbus A350 ein. Derzeit sind alle Flugzeuge dieser Familie ausschließlich mit Rolls-Royce Trent XWB-Triebwerken ausgestattet, was Fluggesellschaften die Möglichkeit nimmt, einen anderen Anbieter zu wählen. Laut Kirby stellt eine solche Abhängigkeit ein ernstes Risiko für die Fluggesellschaften dar.
Hinter diesen scharfen Aussagen verbirgt sich ein millionenschwerer Finanzstreit. Vor einigen Jahren entschied sich United Airlines, bereits bestellte Airbus A350-900-Flugzeuge zu stornieren und stattdessen die Boeing 787-Flotte zu erweitern. Daraufhin forderte die Fluggesellschaft die Rückzahlung der bereits geleisteten Anzahlung in Höhe von 175 Millionen Dollar für die Triebwerke.
United Airlines behauptet, dass das britische Unternehmen seine vertraglichen Verpflichtungen nicht erfüllt habe. Rolls-Royce widerspricht dem und hat eine Gegenklage eingereicht, in der die Erfüllung des Vertrags sowie Schadensersatz gefordert werden. Das Ergebnis dieses Rechtsstreits dürfte für die gesamte Luftfahrtindustrie von großer Bedeutung sein.
Es sei daran erinnert, dass Trent XWB-Triebwerke bereits zuvor in der Kritik standen. Insbesondere Emirates-Chef Tim Clark erklärte, dass die Haltbarkeit dieser Triebwerke unter den sandigen und staubigen klimatischen Bedingungen im Nahen Osten gering sei, und kündigte an, keine Airbus A350-1000-Flugzeuge zu kaufen, bis Rolls-Royce das Problem gelöst habe.















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