Telegram t.me-Kurzlinks wieder aktiv: US-Sanktionen verursachten den Ausfall

Telegram t.me-Kurzlinks wieder aktiv: US-Sanktionen verursachten den Ausfall

Die t.me-Kurzdomain, die für den Zugriff auf beliebte Telegram-Gruppen und -Kanäle genutzt wird, hat nach einem eintägigen Ausfall ihren Betrieb wieder aufgenommen. Das am Montag begonnene Problem schränkte den Zugriff von Nutzern weltweit auf öffentliche Ressourcen per Klick ein. Dieser Vorfall erregte nicht nur die Aufmerksamkeit der Nutzer, sondern auch die des Gründers Pavel Durov. Dies berichtet Techcrunch.com berichtet .

Laut Angaben von DomainME, dem in Montenegro ansässigen Registrar, der die Domain verwaltet, wurde die t.me-Domain nicht aus technischen Gründen, sondern aufgrund rechtlicher Regulierungsprozesse vorübergehend ausgesetzt. Im Gespräch mit TechCrunch bestätigte DomainME-CEO Predrag Leshich, dass die Domain wieder online ist und kündigte eine offizielle Stellungnahme an.

Sanktionen und der "serverhold"-Status

Es heißt, dass der Ausfall der Domain durch Beschränkungen des Office of Foreign Assets Control (OFAC) des US-Finanzministeriums verursacht wurde. In einer Antwort an Pavel Durov auf X (ehemals Twitter) erklärten Vertreter des Registrars, dass die Domain im Rahmen einer Überprüfung der Einhaltung von OFAC-Anforderungen vorübergehend gesperrt wurde.

Internet-Aufzeichnungen zufolge wurde für die Telegram-Domain der Status "serverhold" vergeben. Normalerweise bedeutet dieser Status, dass der Domain-Registrar die Domain aus bestimmten Gründen blockiert hat, was dazu führt, dass die Seite weltweit nicht mehr erreichbar ist. Am Dienstagmorgen wurde diese Beschränkung aufgehoben und die Links funktionierten wieder wie gewohnt.

Warum wurde die gesamte Domain blockiert?

Experten, darunter der Technologe Jonah Aragon, sind der Meinung, dass dieser Vorfall mit dem Tag zusammenfiel, an dem das US-Finanzministerium Sanktionen gegen den VPN-Anbieter First VPN ankündigte. Die Behörden behaupten, dass Cyberkriminelle diesen VPN-Dienst für Ransomware-Angriffe genutzt haben. Die US-Regierung hatte die Website des Dienstes bereits Anfang des Jahres geschlossen.

Interessanterweise enthielt die Sanktionsliste für First VPN auch einen t.me-Link, der zur öffentlichen Gruppe des Anbieters auf Telegram führte. Es wird vermutet, dass der Domain-Registrar beschlossen hat, nicht nur einen einzelnen Link, sondern die gesamte t.me-Domain vorübergehend einzufrieren, um mögliche hohe Geldstrafen wegen Nichteinhaltung der Sanktionen zu vermeiden.

Auch für Nutzer in Usbekistan ist Telegram das wichtigste Kommunikations- und Informationsmittel. Der vorübergehende Ausfall der t.me-Domain führte zu Schwierigkeiten beim Zugriff auf viele lokale Kanäle und Geschäftskonten über externe Links. Derzeit arbeiten alle Systeme stabil und Nutzer können die Kurzlinks ohne Einschränkungen verwenden.

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