Energie-Gigant BP schließt seine Venture-Sparte: Strategiewechsel

Der britische Öl- und Gasriese BP hat beschlossen, seine zwanzigjährige Corporate-Venture-Sparte zu schließen. Das Unternehmen kündigte den Verkauf der meisten Vermögenswerte seines Portfolios an, was den Rückzug eines großen Akteurs auf dem Energiemarkt aus erneuerbaren Energien und Klimatechnologien signalisiert. Dies berichtet Techcrunch.com berichtet darüber.
Laut Axios und anderen einflussreichen Publikationen verkauft BP mehr als 10 Unternehmen aus seinem Venture-Portfolio an die skandinavische Private-Equity-Firma Verdane. Dieser Schritt ist eine logische Fortsetzung der bereits Anfang des Jahres angekündigten Strategie des Unternehmens, sich von Projekten für saubere Energie abzuwenden und sich wieder auf traditionelle fossile Brennstoffquellen zu konzentrieren.
Abkehr von grünen Technologien
Die Sparte BP Ventures wurde 2007 gegründet und hat im Laufe der Zeit in viele Bereiche investiert, die mit der Energiewende zusammenhängen. Dazu gehörten unter anderem:- Grüne Wasserstofftechnologien;
- Elektrofahrzeuge (e-mobility);
- Autonomes Fahren;
- Geothermie und erneuerbare Energien.
Finanzielle Ergebnisse und die Zukunft
Analysten sind der Meinung, dass die Aktivitäten von BP Ventures finanziell nicht die erwarteten Ergebnisse geliefert haben. Berichten zufolge beläuft sich der Gesamtwert des Portfolios auf etwa 1,2 Milliarden Dollar, was dem Gesamtbetrag der Investitionen über fast 20 Jahre entspricht. Mit anderen Worten: Die Sparte hat langfristig keinen nennenswerten Gewinn erwirtschaftet.Die Transaktion soll bis zum zweiten Quartal 2027 vollständig abgeschlossen sein. Dieses Ereignis hat erneut die Kluft zwischen den Versprechen großer Ölkonzerne hinsichtlich des Übergangs zur „grünen Wirtschaft“ und ihren tatsächlichen Möglichkeiten auf dem globalen Energiemarkt verdeutlicht. Für Länder wie Usbekistan, in denen Energiereformen stattfinden, deutet ein solcher strategischer Rückzug großer Konzerne auf eine Veränderung der Marktbedingungen hin.
Es wird erwartet, dass BP sich nun wieder verstärkt auf renditestarke Öl- und Gasförderprojekte konzentriert. Dies dürfte bei der internationalen Gemeinschaft und Umweltorganisationen, die gegen den Klimawandel kämpfen, auf Kritik stoßen.

















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