Stardust-App gibt Gesundheitsdaten von Nutzern an Dritte weiter

Obwohl die beliebte App zur Überwachung der Frauengesundheit Stardust ihren Nutzern Datenschutz versprach, wurde bekannt, dass sie sensible medizinische Daten mit Analyseunternehmen teilt. Jüngste Untersuchungen von Mozilla-Forschern ergaben, dass die App persönliche Daten der Nutzer an die Analyseplattform RudderStack sendet. Dies berichtet Techcrunch.com berichtet.
Dem Mozilla-Bericht zufolge umfassen die übertragenen Daten das Geburtsdatum der Nutzerin, die Art der Empfängnisverhütung, reproduktive Ziele und sogar spezifische Gesundheitssymptome. Obwohl Stardust diese Daten ohne Klarnamen über einen speziellen Identifikator überträgt, halten Experten dies nicht für eine ausreichende Anonymisierung. Die US-Handelsbehörde Federal Trade Commission (FTC) hat wiederholt davor gewarnt, dass es mit solchen Identifikatoren nicht schwer ist, Daten einer bestimmten Person zuzuordnen.
Datenschutzversprechen und Realität
Interessanterweise wirbt Stardust auf seiner Website mit dem Slogan "Ihre Daten sind privat. Punkt." Analysen von TechCrunch und der Mozilla-Forscherin Shoshana Wodinsky zeigten jedoch, dass diese Behauptungen weit von der Wahrheit entfernt sind. Zuvor hatte das Unternehmen behauptet, die Daten seien "end-to-end verschlüsselt", doch die Überprüfung des Netzwerkverkehrs ergab, dass das Unternehmen selbst Zugriff auf diese Informationen hat.Ein Mozilla-Experte testete insgesamt sechs Apps dieser Art. Die Ergebnisse zeigten, dass Stardust die einzige App war, die sensible Gesundheitsdaten der Nutzer mit einem Drittunternehmen teilte. Während andere Apps externe Dienste für Speicher oder Zahlungen nutzen, gilt die Übertragung spezifischer Gesundheitsdetails als gefährliche Praxis.
In einer Stellungnahme gegenüber BBC News betonten Vertreter von Stardust, dass der Vertrag mit RudderStack den Verkauf oder die Nutzung der Daten für eigene Zwecke untersage. Da jedoch beide Unternehmen unter US-Gerichtsbarkeit stehen, könnten sie gezwungen sein, Nutzerdaten herauszugeben, falls Strafverfolgungsbehörden eine Anfrage stellen.
Sichere Alternativen für Nutzer
Als Ergebnis der Studie empfahlen Experten auch sicherere Optionen für Nutzer, die den Schutz ihrer persönlichen Daten priorisieren. Insbesondere lieferte die Mozilla-Studie folgende Schlussfolgerungen:- Die Euki-App wurde als am sichersten eingestuft, da sie keine Daten an Dritte weitergibt;
- Alle Gesundheitsdaten werden ausschließlich auf dem Gerät des Nutzers gespeichert;
- Bei der Nutzung von Apps wie Stardust wird empfohlen, die Datenschutzeinstellungen sorgfältig zu prüfen.

















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