Sila sammelt 300 Millionen Dollar für die Produktion von E-Auto-Batterien

Sila sammelt 300 Millionen Dollar für die Produktion von E-Auto-Batterien

Trotz einer leichten Abkühlung des E-Auto-Marktes in den USA ziehen Startups im Bereich Batterietechnologie weiterhin große Investitionen an. Sila gab bekannt, 300 Millionen Dollar für die Erweiterung seines Werks im US-Bundesstaat Washington eingesammelt zu haben. Das Kapital soll die Produktionskapazität für Anodenmaterialien auf über 100.000 E-Autos pro Jahr steigern. Dies berichtet Techcrunch.com berichtet.

Die Expansionspläne von Sila fallen in eine Zeit, in der die Nachfrage nach E-Autos in den USA zwar leicht gesunken ist, weltweit jedoch ein Wachstum zu verzeichnen ist. Laut Benchmark Minerals Intelligence sind die weltweiten E-Auto-Verkäufe im Vergleich zum Vorjahr um 27 Prozent gestiegen, was zeigt, dass der Bedarf an Batteriekomponenten weiterhin hoch ist.

Eine würdige Alternative zu chinesischem Graphit

Derzeit verwenden die meisten Lithium-Ionen-Batterien Graphitanoden, wobei fast 75 Prozent der Lieferkette von chinesischen Unternehmen kontrolliert werden. Das von Sila entwickelte Silizium-Anodenmaterial ermöglicht es, die Abhängigkeit von chinesischem Graphit zu verringern. Dies ist für westliche Automobilhersteller von strategischer Bedeutung, insbesondere angesichts zunehmender internationaler Handelsbeschränkungen und Zölle.

Das Unternehmen betont, dass seine neue Technologie eine um bis zu 40 Prozent höhere Energiespeicherkapazität als herkömmliche Graphitanoden aufweist. Zudem laden Batterien mit diesem Material deutlich schneller. Sila hat bereits Lieferverträge mit Giganten wie Mercedes-Benz und Panasonic unterzeichnet und arbeitet zudem mit Herstellern von Unterhaltungselektronik und Drohnen wie Whoop zusammen.

Erfahrung und Zukunftspläne

Sila-Gründer und CEO Gene Berdichevsky war einer der ersten Mitarbeiter bei Tesla und forscht seit über 15 Jahren an Batterien. Das Werk des Unternehmens in Moses Lake nahm im September dieses Jahres den Betrieb auf. Neue Investitionen werden dazu beitragen, die Kapazität des Werks auf mehrere Dutzend GWh zu erhöhen.

Der Bedarf an Batterien beschränkt sich nicht nur auf den Verkehrssektor. Die rasante Zunahme von AI-Rechenzentren erhöht auch den Bedarf an Energiespeichersystemen (ESS). Die von Sila entwickelten Technologien sollen eine Schlüsselrolle bei der Nutzung von Solar- und Windenergie rund um die Uhr sowie bei der Entlastung der Stromnetze spielen.

Diese Investitionsrunde wurde von Atreides Management und Sutter Hill Ventures geleitet. Auch Fonds wie 8VC, Bessemer Venture Partners und Matrix Partners beteiligten sich am Projekt. Laut PitchBook konnte Sila bisher insgesamt über 1,3 Milliarden Dollar an Kapital einsammeln.

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