China schafft revolutionäre Umlaufbahn im All: Shijian-31 überwacht den gesamten geostationären Gürtel

China hat einen strategischen Schritt in der Weltraumforschung vollzogen, der bisher so nicht beobachtet wurde. Der am 16. Juni gestartete experimentelle Satellit Shijian-31 wurde in eine völlig ungewöhnliche Umlaufbahn gebracht. Laut Daten der Analyseunternehmen Integrity ISR und ComSpOC ist dieses Gerät in der Lage, den gesamten geostationären Gürtel in etwa 35.786 km Höhe über der Erdoberfläche kontinuierlich zu überwachen. Dies berichtet Ixbt.com .
Der geostationäre Gürtel ist eine für die Menschheit äußerst wichtige Region, da sich dort der Großteil der Kommunikations-, Fernseh- und Wettersatelliten befindet. Shijian-31 nutzt eine modifizierte Version der klassischen "Molniya"-Umlaufbahn. Während eine solche Umlaufbahn normalerweise der Kommunikation in nördlichen Breitengraden dient, hat das chinesische Gerät deren Mechanik für eine langfristige Überwachung über dem Äquator angepasst.
Ungewöhnliche Orbitalmechanik und Fähigkeiten
Die Besonderheit des neuen Satelliten liegt in seiner Umlaufzeit. Anstelle des traditionellen 12-Stunden-Zyklus vollendet Shijian-31 jede volle Umkreisung in 12,5 Stunden. Dies führt dazu, dass das Gerät bei jedem neuen Durchgang seinen Beobachtungspunkt um 15,7 Grad in der Länge verschiebt. Infolgedessen scannt der Satellit den gesamten geostationären Gürtel um die Erde in etwa 23 Tagen vollständig ab.Am höchsten Punkt seiner Umlaufbahn (Apogäum) entfernt sich das Gerät bis auf 39.900 km von der Erde. Dies liegt einige tausend Kilometer über der geostationären Umlaufbahn und ermöglicht eine bequeme Überwachung der gesamten Region von "oben". Experten bewerten diesen Ansatz als eine äußerst raffinierte und effiziente Lösung in der Orbitalmechanik.
Strategische Bedeutung und Geheimhaltung
In einer offiziellen Erklärung betonte die China Aerospace Science and Technology Corporation (CASC), dass Shijian-31 ausschließlich zur "Erforschung der Weltraumumgebung" bestimmt sei. Frühere Geräte dieser Serie wurden jedoch für komplexe militärtechnische Aufgaben wie das Auftanken im All und die Überwachung der orbitalen Situation eingesetzt. Bisher hat CASC keine Bilder des neuen Geräts veröffentlicht.Analysten sind der Ansicht, dass die Beobachtung von Shijian-31 von der Erde aus eine äußerst schwierige Aufgabe ist. Seine Mindesthöhe beträgt 2.000 km, was deutlich höher ist als bei vielen Fernerkundungssatelliten. Zudem bewegt er sich tausende Kilometer entfernt von anderen Inspektionssatelliten im geostationären Orbit, was ihn nahezu unbemerkt lässt.
Experten kommen zu dem Schluss, dass diese chinesische Technologie auf ein wachsendes Interesse an der ständigen Überwachung von Aktivitäten im Weltraum hindeutet. Bei Bedarf kann Shijian-31 mit minimalem Treibstoffverbrauch seine Flugbahn ändern, direkt in den geostationären Gürtel eindringen und sich jedem Objekt dort für eine Interaktion aus nächster Nähe nähern.

















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