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Blue Origin schließt Untersuchung ab und erhält Genehmigung für New Glenn-Flüge

Blue Origin schließt Untersuchung ab und erhält Genehmigung für New Glenn-Flüge

Blue Origin hat die Untersuchung der Unregelmäßigkeit, die während des dritten Testflugs seiner schweren Trägerrakete New Glenn auftrat, erfolgreich abgeschlossen. Die US-Luftfahrtbehörde FAA hat dem Unternehmen die offizielle Genehmigung zur Wiederaufnahme der Flüge erteilt. Die Regulierungsbehörde hat den Abschlussbericht zu dem Vorfall während der NG-3-Mission am 19. April genehmigt und den Fall geschlossen. Dies berichtet Ixbt.com berichtet.

Während dieses Fluges erlitt die zweite Stufe der Rakete (GS2) eine schwere Fehlfunktion während der geplanten zweiten Triebwerkszündung. Infolgedessen blieb der Telekommunikationssatellit BlueBird 7 von AST SpaceMobile in einer extrem niedrigen Umlaufbahn und ging verloren, da er seine Autonomie nicht wiedererlangen konnte. Vorläufigen Daten zufolge konnte eines der beiden BE-3U-Triebwerke aufgrund unerwarteter Temperaturbedingungen nicht den erforderlichen Schub liefern.

Vertreter der FAA teilten SpaceNews mit, dass der Unfall durch ein Leck einer kryogenen Treibstoffkomponente verursacht wurde. Dies führte zum sofortigen Einfrieren einer Hydraulikleitung und zu einer Anomalie im Antriebsaggregat der zweiten Stufe. Im Rahmen der Untersuchung entwickelten die Ingenieure von Blue Origin neun Korrekturmaßnahmen, um solche Vorfälle in Zukunft zu verhindern. Die Behörde betonte, dass sie die Umsetzung dieser Punkte vor dem nächsten Start persönlich überprüfen werde.

Blue Origin bereitet sich derzeit aktiv auf den vierten Flug im Rahmen der NG-4-Mission vor. CEO Dave Limp präsentierte ein Video, das den Transport der neuen Rakete zum Startkomplex zeigt. Die nächste Vorbereitungsphase werden statische Zündungstests der montierten Trägerrakete auf der Startrampe sein. Das genaue Datum und die Nutzlast der NG-4-Mission werden derzeit noch geheim gehalten.

AST SpaceMobile hat seine Logistikpläne angepasst: Die nächsten drei BlueBird-Einheiten wurden nach Florida geliefert, um im Juni mit einer Falcon 9-Rakete gestartet zu werden. Dennoch beabsichtigt der Betreiber nicht, den Vertrag mit Blue Origin zu kündigen. Chief Strategy Officer Scott Wisniewski erklärte, dass solche Fehlfunktionen in der frühen Testphase neuer Raumfahrtsysteme üblich seien und die Partnerschaft fortgesetzt werde.

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