Telegram-Publikum in Russland schrumpft drastisch

Die Situation um den Messenger Telegram in Russland wird immer komplizierter. Medienberichten zufolge hat die Zahl der russischen Nutzer, die die Plattform in den letzten zwei Monaten verlassen haben, 40 Millionen erreicht.
Der Telegram-Kanal „Mash“ berichtete darüber. Laut der Quelle ist die Nutzung von Telegram nach der Blockierung des Messengers drastisch zurückgegangen.
Die Autoren stellen fest, dass sich die stabile Leistung des Messengers Anfang Mai erheblich verschlechtert hat. Während die Leistungsrate des Dienstes zuvor bei etwa 98 Prozent lag, sank dieser Wert später auf 13 Prozent.
Gleichzeitig wird berichtet, dass die Nutzung des Messengers selbst über VPN-Dienste schwierig geworden ist. Als Grund werden die verschärften Beschränkungen für Gateways und Server genannt, die bei der Umgehung von Sperren helfen.
Analysten zufolge war der 20. März 2026 einer der schwierigsten Tage für Telegram. Zu diesem Zeitpunkt wurde verzeichnet, dass die Zahl der Nutzer, die ohne VPN-Dienst auf den Messenger zugreifen konnten, um das Vierfache zurückgegangen war.
Mitte April war die Nutzung von Telegram über kostenlose VPN-Dienste fast vollständig zum Erliegen gekommen.
Der IT-Experte Konstantin Sestrichkin betonte in einem Kommentar gegenüber Gazeta.Ru, dass der Messenger nicht über ausreichende technische Ressourcen und Möglichkeiten verfüge, um die starken Blockaden in Russland zu umgehen.
Zur Erinnerung: Die Beschränkungen gegen Telegram in Russland wurden damit begründet, dass die Verwaltung des Messengers die Anforderungen der lokalen Gesetzgebung nicht erfüllt habe. Insbesondere Fragen der Sicherheit personenbezogener Daten und die Einhaltung staatlicher Anforderungen waren Hauptthemen der Debatte.
Experten glauben, dass bei einer Fortsetzung der Beschränkungen schwerwiegende Veränderungen auf dem digitalen Kommunikationsmarkt in Russland eintreten könnten, da Telegram nicht nur als einfaches Kommunikationstool, sondern auch als Geschäfts-, Informations- und Medienplattform weit verbreitet war.
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