Cannavaro reagiert auf Gerüchte und nennt das Hauptproblem

Cannavaro reagiert auf Gerüchte und nennt das Hauptproblem

Der Cheftrainer der usbekischen Nationalmannschaft, Fabio Cannavaro, reagierte auf Berichte, wonach er die Mannschaft nach der Weltmeisterschaft verlassen und sich zur Erholung nach Italien begeben habe. Der italienische Coach erklärte, dass er bis zum Ende des Turniers bei den Spielern geblieben sei und seine anschließende Reise mit der Pause in der usbekischen Super League zusammenhing.

Bei einer Pressekonferenz im usbekischen Fußballverband am 5. August sprach Cannavaro auch offen über das Hauptproblem der Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft. Seiner Ansicht nach sind die Spieler noch nicht vollständig daran gewöhnt, über längere Zeit in hohem Tempo zu spielen.

„Ich bin nicht vor dem Ende der Weltmeisterschaft abgereist“

Nach der Weltmeisterschaft berichteten einige Medien, dass Cannavaro nicht nach Taschkent zurückkehren werde und von New York nach Italien gereist sei, um bis September Urlaub zu machen.

Bei der Pressekonferenz betonte der Trainer, dass die Abfolge der Ereignisse in diesen Berichten falsch dargestellt worden sei.

„Die Behauptung, ich sei nach der Weltmeisterschaft sofort zur Erholung nach Italien gereist, entspricht nicht der Wahrheit. Ich blieb bis zum Ende der Weltmeisterschaft im Hotel in New York bei der Nationalmannschaft.“

Cannavaro erklärte, dass er die Nationalmannschaft nicht vor dem Ende des Turniers verlassen habe. Später, als es in der usbekischen Super League eine Pause gab, kehrte er für kurze Zeit nach Hause zurück.

Nach der Wiederaufnahme der Ligaspiele kehrte er nach Usbekistan zurück und setzte die Beobachtung der Leistungen einheimischer Spieler fort.

Super-League-Spiele weiter unter Beobachtung

Cannavaro erklärte, dass die Bewertung von Kandidaten für die Nationalmannschaft ohne Unterbrechung weitergehe. Seinen Angaben zufolge verfolgt der Trainerstab regelmäßig Spiele der Super League und analysiert die körperliche Verfassung sowie das Verhalten der Spieler auf dem Platz.

Dieser Prozess ist für die neue Phase der Nationalmannschaft nach der Weltmeisterschaft wichtig. Das Turnier zeigte, dass die usbekischen Spieler neben ihrer individuellen Klasse auch ihr Spieltempo und ihre Geschwindigkeit bei Entscheidungen verbessern müssen.

Cannavaro erinnerte daran, dass er bereits einige Monate vor dem Turnier über genau dieses Defizit gesprochen hatte.

Das Hauptproblem ist, ein hohes Tempo zu halten

Der italienische Trainer betonte erneut, dass die größte Aufgabe der Nationalmannschaft darin bestehe, die Spielintensität zu erhöhen.

„Ich habe immer gesagt, dass die Spieler in hohem Tempo spielen müssen. Ich wusste bereits vorher, dass das Spieltempo bei der Weltmeisterschaft sehr hoch sein würde.“

Cannavaros Ansicht nach lässt ein Gegner auf Weltmeisterschaftsniveau einem Spieler nur sehr wenig Zeit, den Ball anzunehmen, sich umzusehen und eine Entscheidung zu treffen. Die Mannschaft muss auch unter Druck schnell agieren und über die gesamte Partie dasselbe Tempo halten.

Auch bei den Pressekonferenzen vor der Weltmeisterschaft hatte er die Notwendigkeit betont, die körperliche Vorbereitung und die Intensität zu steigern. Cannavaro sagte damals, dass Gegner wie Kolumbien und Portugal nicht allein mit Technik zu besiegen seien und die Spieler in jeder Situation bis zum Schluss kämpfen müssten.

Das WM-Ergebnis legte das Problem offen

Usbekistan schied bei der ersten Weltmeisterschaft seiner Geschichte bereits in der Gruppenphase aus. Nach dem Turnier räumte Cannavaro ein, dass das Niveau einer Weltmeisterschaft äußerst unerbittlich sei und selbst kleine Fehler das Ergebnis stark beeinflussen könnten.

Die neue Aussage des Trainers zeigt, dass er die Niederlagen nicht ausschließlich mit fehlender Erfahrung zu erklären versuchte. Seiner Meinung nach zeigte sich der wichtigste Unterschied darin, wie die Spieler unter hohem Druck agierten, das Tempo hielten und auch bei Müdigkeit die richtigen Entscheidungen trafen.

Cannavaro machte außerdem keinen Hehl daraus, dass er vor dieser Gefahr bereits gewarnt hatte:

„Vielleicht dachten viele, dass wir bei der Weltmeisterschaft keine Probleme haben würden. Aber ich hatte das schon vorher gesagt.“

Jetzt zählen Ergebnisse, nicht Warnungen

Die Weltmeisterschaft war für die usbekische Nationalmannschaft eine wichtige Erfahrung. In der nächsten Phase wird jedoch die Feststellung, dass „das Tempo hoch war“, allein nicht ausreichen.

Der Trainerstab muss die körperliche Vorbereitung der Spieler in der heimischen Liga verbessern, einen Kader für Spiele mit hoher Intensität zusammenstellen und die bei der Weltmeisterschaft sichtbaren Schwächen beheben.

Aus Cannavaros Aussagen bei der Pressekonferenz wurde eines klar: Er beendete die Gerüchte über seinen Abschied, verschwieg aber nicht das Hauptproblem der Mannschaft. Die entscheidende Frage ist nun, wie viel Zeit und welche Entscheidungen nötig sein werden, um dieses Problem zu lösen. Hinterlassen Sie Ihre Meinung in den Kommentaren und teilen Sie den Artikel auf Telegram oder anderen sozialen Netzwerken mit Sportfans!

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