Khalida in Pakistan von Angehörigen unter dem Vorwand der "Ehre" erschossen

Khalida in Pakistan von Angehörigen unter dem Vorwand der "Ehre" erschossen

Im Distrikt Khairpur in Pakistan wurde eine junge Frau auf Beschluss örtlicher Stammesältesten erschossen. Der Polizei zufolge wurde eine Frau namens Khalida beschuldigt, eine unerlaubte Beziehung gehabt zu haben, und zum "Kari" erklärt. Daraufhin sollen ihr Großvater und ihr Onkel sie auf Befehl eines Stammesältesten getötet haben.

Die Tragödie ereignete sich am 10. April im Dorf Tando Masti. Die Tat wurde auf Video festgehalten und später in den sozialen Medien verbreitet. Die Mutter des Opfers, Nabul, sagte, die Schreie ihrer Tochter klängen ihr immer noch in den Ohren. Ihr Vater, Muhammad Ramzan, arbeitete zum Zeitpunkt des Vorfalls in der Nachtschicht in einem Zementwerk nahe Karatschi.

Khalida hatte vor fünf Jahren ihren Cousin geheiratet. Nachdem ihr Mann spurlos verschwunden war, kehrte sie in das Haus ihrer Eltern zurück. Fünf Monate später warfen Verwandte ihr vor, eine Beziehung mit einem anderen Mann gehabt zu haben, und führten sie vor eine lokale Dschirga. Berichten zufolge wurde das Todesurteil genau bei diesem Treffen über sie verhängt.

Die Polizei nahm drei Verdächtige fest, eine weitere Person wird gesucht. Der Fall wird voraussichtlich an ein Gericht übergeben.

Menschenrechtsverteidigern zufolge fielen im Jahr 2025 in Pakistan mindestens 470 Frauen sogenannten Ehrenmorden zum Opfer.

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