BRICS–2026: Zugang zum Meer, digitale Zahlungen und souveräne Finanzen

Während der Plenarsitzung des 18. BRICS-Gipfels in Neu-Delhi präsentierten der indische Premierminister Narendra Modi und die Gipfelteilnehmer eine strategische Roadmap, die 50 konkrete praktische Ergebnisse für den Block und seine Partnerstaaten umfasst.
In den abschließenden Diskussionen des Gipfels wurden mehrere entscheidende Richtungen festgelegt, die direkt die Interessen Usbekistans und unserer Region betreffen:
Zugang zum Meer und Verkehrskorridore: Im Rahmen des Gipfels wurden die Logistikprobleme von Binnenstaaten (landlocked countries) besonders hervorgehoben. Sudhakar Dalela, Sekretär des indischen Außenministeriums, erklärte, dass die BRICS-Plattform die multilaterale Zusammenarbeit bei der Anbindung an südliche Korridore und Seehäfen voll unterstützt. Dies stärkt international die Bestrebungen Zentralasiens, insbesondere Usbekistans, über den Hafen Tschabahar und den Korridor „Nord–Süd“ Zugang zu Indien und den Weltmärkten zu erhalten.
Digitale Zahlungen und Innovationsfonds: In seiner Rede schlug Narendra Modi vor, Indiens Erfahrungen mit dem UPI (Unified Payments Interface) in die Infrastruktur der Partnerstaaten zu integrieren. Zudem wurde der „BRICS Startup Innovation Fund“ zur Unterstützung von kleinen und mittleren Unternehmen sowie Startups gegründet.
Souveräne Finanzen und Ernährungssicherheit: Die Gipfelteilnehmer stellten fest, dass der einzige Weg, den internationalen Handel vor politischem Druck und einseitigen Finanzsanktionen zu schützen, in direkten Abrechnungen in Landeswährungen und dem Aufbau unabhängiger Logistikketten besteht.
Diese auf dem Gipfel vorgestellten Initiativen werden in den kommenden Jahren den Abbau von Handelshemmnissen, den Ausbau alternativer Verkehrskorridore und eine pragmatische Zusammenarbeit im Bereich der digitalen Finanzen weiter beschleunigen.


















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