BRICS-2026: Globaler Handel, neue Finanzen und unabhängige Korridore

BRICS-2026: Globaler Handel, neue Finanzen und unabhängige Korridore

Nach dem BRICS-Gipfel im großen Konferenzzentrum in der indischen Hauptstadt wurde eine umfassende offizielle Erklärung verabschiedet und neue strategische Richtungen für internationale Wirtschaftsbeziehungen bestätigt. Auf dieser Dialogplattform, die einen bedeutenden Teil der Weltbevölkerung und einen wesentlichen Anteil am Welthandel repräsentiert, lag der Fokus auf Finanzstabilität, alternativer Logistik und den Prinzipien der souveränen Gleichheit.

Während der Verhandlungen wurde die Notwendigkeit betont, von Regeln, die auf einer Dominanz im internationalen Handel basieren, zu multipolaren Mechanismen überzugehen. Die Teilnehmerstaaten erklärten, dass künstliche Beschränkungen, einseitige protektionistische Zölle und wirtschaftliche Sanktionen, die gegen internationale Regeln verstoßen, dem globalen Markt schaden. In diesem Zusammenhang wurde die Notwendigkeit hervorgehoben, den Streitbeilegungsmechanismus im Rahmen der Welthandelsorganisation vollständig wiederherzustellen und die Regeln für offene Märkte zu schützen.

In Bezug auf die Sicherung der finanziellen Unabhängigkeit wurde die Idee einer gemeinsamen Einheitswährung vollständig verworfen. Stattdessen wurde vereinbart, die Praxis der Nutzung nationaler Währungen im gegenseitigen Zahlungsverkehr auszuweiten und unabhängige digitale Systeme zur Beschleunigung von Zahlungen zu integrieren. Dieser Ansatz zielt darauf ab, die Abhängigkeit von Vermittlern und dem Druck Dritter im Außenhandel zu verringern und grenzüberschreitende finanzielle Risiken zu senken.

Auf dem Gipfel wurden auch die Transportprobleme von Ländern mit begrenztem direktem Zugang zum Meer ausführlich erörtert. Die Entwicklung alternativer Transportkorridore in Richtung Südasien sowie die Stärkung der Infrastruktur, die Häfen und Logistiknetzwerke verbindet, wurden als Priorität festgelegt. Diese Initiativen schaffen neue praktische Möglichkeiten für Binnenregionen wie Zentralasien und Usbekistan, um freien Zugang zu globalen Seewegen, insbesondere zu Indien und benachbarten Märkten, zu erhalten.

Darüber hinaus wurden multilaterale Kooperationsmechanismen zur Sicherung des Marktes für kritische Mineralien vor politischer Einflussnahme, zur Schaffung gleicher Bedingungen für alle Länder beim Übergang zu grüner Energie sowie zur Unterstützung digitaler Start-ups im Bereich der technologischen und industriellen Sicherheit bestätigt.

Es wurde besonders betont, dass internationale Strukturen, einschließlich der Vereinten Nationen und Finanzinstitute, an die Anforderungen der heutigen Zeit angepasst werden müssen und die Stimme der Entwicklungsländer darin gestärkt werden muss. Die in Neu-Delhi erzielten Ergebnisse zeigen, dass sich die globale Entwicklung nicht mehr nach einseitigen Vorgaben, sondern auf der Grundlage souveräner Interessen und pragmatischer Zusammenarbeit zum gegenseitigen Nutzen vollzieht.

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