In Griechenland wurde ein Mädchen aus einem 22 Jahre lang eingefrorenen Embryo geboren

In Griechenland wurde ein Mädchen aus einem 22 Jahre lang eingefrorenen Embryo geboren

In Griechenland ereignete sich ein bemerkenswertes Ereignis in der Medizingeschichte. Eine 54-jährige Frau brachte mithilfe eines Embryos, der 22 Jahre lang tiefgekühlt gelagert worden war, ein Kind zur Welt.

Christina Rapti-Selepi und ihr 60-jähriger Ehemann verloren 2025 ihren 21-jährigen Sohn Giorgios bei einem Verkehrsunfall. Daraufhin beschloss das Paar, noch einmal Eltern zu werden.

Nach griechischem Recht ist die In-vitro-Fertilisation (IVF) für Frauen bis zum Alter von 54 Jahren zulässig. Aus diesem Grund mussten Christina und ihr Ehemann eine Sondergenehmigung für den Eingriff einholen.

„Ich hatte nur zweieinhalb Monate Zeit. Es war ein sehr schwieriger und stressiger Prozess. Aber mit innerer Stärke und der Hilfe unseres Arztes und seines Teams haben wir alle Hindernisse überwunden“, sagte Christina.

Das Ehepaar kümmert sich im Krankenhauszimmer um das Neugeborene.

Sie brachte am 9. September in Athen ein Mädchen mit einem Gewicht von 3,49 Kilogramm zur Welt. Das Baby wurde in Erinnerung an ihren 2025 verstorbenen Sohn Giorgia genannt. Bemerkenswert ist, dass auch Giorgios durch eine IVF geboren wurde.

Christina betonte, dass ihr Hauptziel darin bestand, wieder Freude in die Familie zu bringen und das Leben neu zu beginnen.

„Wir haben beschlossen, dem Leben eine zweite Chance zu geben, neu anzufangen, neues Leben in unser Haus zu bringen und die Geschichte unserer Familie fortzusetzen“, sagte sie.

Christinas Gynäkologe und Leiter der Griechischen Gesellschaft für Reproduktionsmedizin, Kostas Pantos, erklärte, dass die Altersgrenzen für IVF in Griechenland überdacht werden sollten. Er begründete dies mit den sinkenden Geburtenraten im Land.

Das Paar schließt nicht aus, in Zukunft ein weiteres Kind zu bekommen. Falls nötig, ziehen sie dafür auch eine Behandlung im Ausland in Betracht.

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