Russischer Experte: Russland kann ohne Usbeken leben, kann Usbekistan ohne Russland leben?

Der Leiter des Eurasischen Analyseclubs, Nikita Mendkowitsch, hat eine Analyse zur demografischen Entwicklung Usbekistans, zum Potenzial des internen Arbeitsmarktes und zu den Perspektiven der externen Arbeitsmigration veröffentlicht. Darin äußert sich der Experte in Usbekistan zu der Frage, welche Bedeutung die wirtschaftlichen und arbeitsrechtlichen Beziehungen zur Russischen Föderation angesichts der wachsenden Arbeitskräftezahl haben.
Die im Artikel genannten Zahlen, insbesondere die begrenzten Quoten westlicher Staaten und die Schwierigkeiten bei der Diversifizierung der Migration, sorgen unter Analysten für kontroverse Diskussionen.
Demografischer Druck: Kann der Binnenmarkt Arbeitsplätze schaffen?
Der Experte in Usbekistan ging auf das Verhältnis zwischen jährlichem demografischen Wachstum und der Schaffung neuer Arbeitsplätze ein:
Eintritt der Jugend in den Arbeitsmarkt: Mendkowitsch betont, dass jährlich etwa 600.000 junge Menschen auf den Arbeitsmarkt drängen und diese Zahl bis 2030 auf 1 Million pro Jahr ansteigen dürfte;
Interne Möglichkeiten: Unter Berufung auf Daten des Ministeriums für Investitionen und Handel stellt der Experte fest, dass in der Republik jährlich etwa 290.000 neue Arbeitsplätze geschaffen werden, während der Rest Schwierigkeiten bei der Beschäftigung hat;
Wasser- und Klimafaktor: Der Autor prognostiziert, dass es aufgrund der Wasserknappheit in der Region schwieriger wird, Arbeitsplätze in der Landwirtschaft zu erhalten.
Warum sind westliche Richtungen keine Lösung?
Die jüngsten Bemühungen, Migrationsströme in Richtung der entwickelten Staaten Europas und Asiens umzulenken, wurden vom Experten mathematisch analysiert:
Europäische Quoten sind sehr gering: Großbritannienhat eine saisonale landwirtschaftliche Quote von nur 10.000 bis 12.000 Plätzen pro Jahr, während Südkorea und Japan zusammen jährlich nur 6.000 bis 7.000 Arbeitskräfte aufnehmen;
Sprachbarriere und Qualifikationsanforderungen: Für den Arbeitsmarkt in Deutschland und der EU sind B1/B2-Sprachzertifikate und berufliche Qualifikationen erforderlich, was für die meisten jungen Menschen aus den Regionen ein ernstes Hindernis darstellt;
5–7 Prozent Abdeckung: Laut dem Experten können neue alternative Richtungen nur 5–7 Prozent des jährlichen Arbeitsstroms abdecken, während der Hauptstrom weiterhin auf den traditionellen Markt angewiesen ist.
Russischer Markt: Zahlen und die Rolle der Parteien
Dem Bericht zufolge nimmt die Richtung Russland bei den Indikatoren für externe Arbeitsmigration nach wie vor den Hauptanteil ein:
Finanzfluss: Von Arbeitsmigranten nach Usbekistan gesendete Überweisungen stammen zu über 70 Prozent aus Russland;
Offene Stellen: Etwa 85 Prozent des Angebots an offenen Stellen im Ausland werden von russischen Unternehmen bereitgestellt;
Moskaus Wahlmöglichkeiten: Der Experte ist der Ansicht, dass der russische Markt durch Automatisierung (Robotisierung) und die Anwerbung von Arbeitskräften aus anderen Ländern (Indien usw.) ebenfalls alternative Wege prüft, weshalb die Wettbewerbsfähigkeit der Migranten zu einem wichtigen Faktor wird.
Vorschläge des Experten und politische Anforderungen
Nikita Mendkowitsch schlägt vor, dass Usbekistan zur Sicherung seiner Position auf dem russischen Markt den Russischunterricht an Schulen vertiefen, Rechtskurse organisieren und Integrationsprozesse (insbesondere den Beitritt zur EAWU) beschleunigen sollte.
Die einseitige und harte Haltung des Experten löst jedoch in sozialen Netzwerken viele Diskussionen über die nationalen Interessen und die wirtschaftliche Unabhängigkeit des Landes aus. Ökonomen betonen, dass Usbekistan trotz dieser drohenden Schlussfolgerungen das Potenzial hat, seine Probleme durch die Entwicklung der Binnenindustrie, die Modernisierung der Berufsbildung und die Diversifizierung der Wirtschaft unabhängig zu lösen.

















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