Bitcoin-Kurs fällt auf 72.600 USD, was zu Liquidationen in Höhe von 935 Mio. USD führt

Am frühen Donnerstagmorgen fiel der Preis von Bitcoin (BTC) während der asiatischen Handelssitzung stark auf 72.600 USD. Dies führte zu einer massiven Liquidation gehebelter Positionen auf dem Kryptomarkt. Das BTC/USD-Paar sank auf 72.620 USD und löschte damit alle seit dem 13. April erzielten Gewinne angesichts der Berichte über neue US-Militärschläge gegen den Iran aus, so Cointelegraph.com berichtet .
Dieser Rückgang wirkte sich auch auf andere Kryptowährungen mit großer Marktkapitalisierung aus, wobei in den letzten 24 Stunden über 80 Milliarden USD aus dem Kryptomarkt abflossen. Auch der Derivatemarkt erlitt schwere Verluste: Über 874 Millionen USD an Long-Positionen wurden geschlossen. Davon entfielen 348,5 Millionen USD auf Bitcoin und 228,5 Millionen USD auf Ether (ETH).
Laut CoinGlass-Daten wurden marktweit Short- und Long-Positionen im Wert von insgesamt 935,6 Millionen USD liquidiert. Die größte Einzel-Liquidation wurde an der Börse Hyperliquid verzeichnet, wo eine BTC-USD-Long-Position im Wert von 15,34 Millionen USD zwangsweise geschlossen wurde. Zudem ist das Open Interest bei Bitcoin-Futures an allen Börsen gesunken.
Insbesondere sank das Bitcoin-OI an der Chicago Mercantile Exchange und BingX um 9,8 % bzw. 9 %. Ein Rückgang des Open Interest deutet auf einen geringeren Hebel und eine nachlassende Aktivität der Marktteilnehmer hin, was oft auf eine bärische Stimmung hindeutet. Zum Beispiel gingen ähnliche Rückgänge im Januar und Februar mit einem BTC-Kursverlust von 38 % einher.
Gleichzeitig halten die Kapitalabflüsse aus Spot-ETFs in den USA an, was auf ein schwindendes Interesse institutioneller Anleger hindeutet. Diese ETFs verloren in acht aufeinanderfolgenden Tagen insgesamt 2,6 Milliarden USD. Der am Mittwoch verzeichnete Nettoabfluss von 733 Millionen USD war der höchste Wert seit dem 29. Januar.
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